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Bauen & Wohnen Pfalz

Kurze Wege, viele Angebote

Wer im Dorf Rammelsbach lebt, ist auch ohne Auto nicht abgeschnitten

von Klaudia Gilcher

 

Thomas Danneck

Rammelsbach grenzt direkt an die Kreisstadt Kusel. Die „hervorragende zentrale Lage“ gehört wie die Kindertagesstätte und die Grundschule im Ort zu den großen Pluspunkten, die Ortsbürgermeister Thomas Danneck hervorhebt. Baugrundstücke sind dennoch bereits ab 38 Euro pro Quadratmeter zu haben.

Rammelsbach gehört zu den größeren Dörfern im Landkreis Kusel. Das war nicht immer so – noch 1848 bestand die 1364 als „Ramelspach“ erstmals erwähnte Siedlung nur aus 40 Häusern. Der Name geht vermutlich auf eine germanische Ableitung zurück, das Wachstum ganz sicher auf den Steinbruch. 1868 begann der Abbau harten Vulkangesteins, der Ort zog Arbeitskräfte an, Straßen wurden gebaut, die wiederum von Siedlungshäuschen gesäumt wurden.

Der Abbau setzt sich inzwischen nicht mehr Richtung Ort fort. Der Steinbruchbetrieb prägt die Landschaft und den Ort zwar immer noch, hat aber, was die Zahl der Beschäftigten angeht, im Vergleich zu den Hochzeiten der Schwerstarbeit an Bedeutung verloren. Von seinem Erbe profitiert das Dorf dennoch, nicht nur dank des Steinbruch- und Dorfmuseums. „Rammelsbach ist so gewachsen, dass es heute fast nahtlos in Kusel übergeht. Wir grenzen längst unmittelbar an die Kreisstadt“, sagt Ortsbürgermeister Thomas Danneck.

Ebenso nah und per Fahrrad, mit Bus und Bahn und sogar zu Fuß zu erreichen ist der Verbandsgemeindesitz Altenglan. Die nächste Autobahnanschlussstelle ist die von Kusel. „Unsere Lage kann man nur als hervorragend zentral beschreiben“, sagt Danneck.

Die beiden jeweils zwei Kilometer entfernten Nachbarn ergänzen, was an Infrastruktur in Rammelsbach fehlt. Viel ist das freilich nicht. Danneck kann gar nicht mehr aufhören, die Angebote im Ort aufzuzählen: „Kita für die Altersgruppe U2 und Grundschule, Ärzte, Supermarkt mit eingemieteter Bäckerei, Textilgeschäft, Bahnhof, ein Freizeitgelände für alle Generationen mitten im Dorf, wo alle unsere Veranstaltungen stattfinden und man immer jemanden trifft, kleinere Gewerbe und Dienstleister, 23 Vereine, darunter der noch junge Club ,Alle für Rammelsbach‘ und ein Schützenhaus, natürlich auch schnelles Internet“, nennt er spontan. „Und da habe ich jetzt noch garantiert etliche Dinge vergessen.“

Es gibt dennoch Leerstände im Dorf, einige Häuser, renovierte wie eher sanierungsbedürftige, stehen zum Verkauf. „Der Trend geht zum Neubau“, schildert Danneck seine Erfahrung. Es fragen auch Auswärtige nach, aber in erster Linie sei es der „Rammelsbacher Nachwuchs“, der sich die Bauplätze im Neubaugebiet sichern würde. Ein gutes Drittel der Einwohner fällt in die Altersgruppe bis 35 Jahre.

Die fünf Grundstücke, die Danneck noch anbieten kann, sind zwischen 500 und 700 Quadratmeter groß. Erschlossen kosten sie zwischen 38 und 55 Euro pro Quadratmeter. So günstig sind sie auch, weil einige recht nah an der Bahnlinie liegen. Etwa einmal stündlich fahren die Nahverkehrszüge der Strecke von Kusel nach Landstuhl vorbei.

Ansonsten punktet das Neubaugebiet mit einer Ausrichtung nach Süden, recht ebener Fläche und weitgehend freier Gestaltung. „Blaue Ziegeln oder rote, Holz oder Stein, die Energieversorgung, das ist alles Sache des Bauherrn“, betont Danneck. „Es gibt nur ganz wenige, allgemein übliche Beschränkungen, etwa, was die Höhe der Gebäude betrifft.“ Eines der zum Verkauf stehenden Grundstücke liegt am Hang. „Die Neigung ist aber nicht ausgeprägt“, sagt der Bürgermeister. „Und der Blick über den Ort, der ist fantastisch. “

 

Zwei Fragen – Zwei Antworten

Thomas Danneck (55) ist  gebürtiger Rammelsbacher  und seit Juli 2014 ehrenamtlicher Bürgermeister seines Heimatdorfs. Das Amt fülle ihn voll aus, sagt der Berufssoldat im Ruhestand lachend.

Wo ist Ihr Lieblingsplatz im Ort?

Das ist das Freizeitgelände.  Es ist ein richtiger Dorfmittelpunkt, wunderbar für Veranstaltungen, mit Grillhütte, Teich,  und man trifft immer  Menschen dort.

Warum sollte man herziehen?

Günstige Grundstücke, hervorragende zentrale Lage, Kita und Grundschule im Dorf, Einkaufsmöglichkeiten, reges Vereinsleben – das  alles spricht für uns. (kgi)

  Die Serie

 

Im Pfalz-Plan stellen wir wöchentlich in loser Reihenfolge Städte und Gemeinden aus der Pfalz vor.

 

 

 

 

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