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Kirchheimbolanden

Viele Unfälle auf schneeglatten Straßen

Der Winter hatte die Region rund um den Donnersberg gestern fest im Griff. Auf schneeglatter Fahrbahn kam es zu zahlreichen Unfällen, bei denen glücklicherweise niemand schwer verletzt wurde. Der Busverkehr wurde teilweise eingestellt, ein geregelter Unterricht war zumindest an den weiterführenden Schulen nicht möglich. Eine Übersicht.

Von Anja Hartmetz, Rainer Knoll, Fabian Kelly und

Sebastian Stollhof

 

Dieser Lkw stieß beim Hofgut Neumühle mit einem auf die Gegenfahrbahn gekommenen Auto zusammen und blieb auf einem Acker auf der Seite liegen. Der Lastwagen kann erst heute geborgen werden. (Repro: J. Hoffmann)

Eine geschlossene Schneedecke gab es – wie hier bei Rockenhausen – überall im Kreis. (Repro: J. Hoffmann)

Die positiven Seiten des Winters: Rodelspaß in Kirchheimbolanden. (Repro: J. Hoffmann)

Der Winter hatte die Region rund um den Donnersberg gestern fest im Griff. Auf schneeglatter Fahrbahn kam es zu zahlreichen Unfällen, bei denen glücklicherweise niemand schwer verletzt wurde. Der Busverkehr wurde teilweise eingestellt, ein geregelter Unterricht war zumindest an den weiterführenden Schulen nicht möglich. Eine Übersicht.

Der Mitarbeiter der Regio-Post muss erst einmal durchschnaufen. Es ist schon eine Leistung, dass er es an diesem Dienstagmorgen unbeschadet in die Raiffeisenstraße nach Imsbach geschafft hat. Denn die Triftstraße hinauf kam er auf der Schneedecke mehr als einmal ins Rutschen. Mehrere Anläufe hat der Mann gebraucht, bis er oben war – anderen geht es nicht anders.

Georg Kranzdorf, Mitarbeiter der Kreisverwaltung und dort unter anderem für den Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) zuständig, berichtet von einer einstündigen Odyssee von Ruppertsecken, bekanntlich das höchstgelegene Dorf der Pfalz, nach Kirchheimbolanden. Immerhin: Er hat es wohlbehalten in die Kleine Residenz geschafft.

Einigen anderen Verkehrsteilnehmern im Donnersbergkreis erging es dagegen nicht so. Auf der Bundesstraße 48 in Höhe des Hofguts Neumühle stieß ein mit 13.000 Litern Diesel beladener Lkw gegen 9.50 Uhr laut Polizei beim Ausweichen mit einem Auto zusammen, das auf den Gegenfahrstreifen kam. Der Lkw überfuhr die Schutzplanke, drehte sich um 180 Grad und blieb im angrenzen Feld auf der Seite liegen. Nach ersten Erkenntnissen der Polizei floss kein Kraftstoff aus. Beide Fahrer wurden leicht verletzt in ein Krankenhaus gebracht. Das Umpumpen der Ladung dauerte bis in den Nachmittag. Der Lastwagen wird heute geborgen. Die Polizei schätzt den Schaden auf rund 30.000 Euro.

Gleich drei Mal krachte es gestern auf der Bundesstraße 47. Um kurz vor 6 Uhr überschlug sich eine 20-Jährige mit ihrem Wagen zwischen Albisheim und Harxheim. Dabei wurde sie leicht verletzt und in ein Krankenhaus gebracht. Am Fahrzeug entstand Totalschaden. Bei den beiden anderen Unfällen zwischen Göllheim und Dreisen sowie in der Abfahrt Dreisen blieb es bei Blechschäden, ebenso bei Unfällen auf der Landesstraße 449 zwischen Eisenberg und Göllheim sowie in Eisenberg.

Im westlichen Donnersbergkreis verzeichnete die Polizei in Rockenhausen bis gestern Nachmittag sieben glättebedingte Unfälle mit einem geschätzten Gesamtschaden von rund 60.000 Euro. Fast die Hälfte der Summe geht auf das Konto eines Zusammenstoßes in der Kaiserslauterer Straße in Rockenhausen. Ein 21-jähriger Autofahrer war kurz nach dem Abbiegen von der B 48 auf der Brücke über die Bahngleise mit seinem Pkw ins Rutschen gekommen und frontal auf den entgegenkommenden Wagen eines 54-Jährigen geprallt. Verletzt wurde zum Glück niemand. Nur Blechschäden gab es auch bei weiteren Unfällen auf der B 48 bei Münchweiler, der Einmündung K 5/L 387 bei Gundersweiler, der B 48 bei Hochstein, in der Rockenhausener Bahnhofstraße und den Winnweilerer Hopfengärten.

Kaum geregelter Unterricht war in den weiterführenden Schulen möglich. Am Gymnasium Weierhof fiel der Unterricht komplett aus. Nur 130 der 620 Schüler waren in der Georg-von-Neumayer-Schule in Kirchheimbolanden anwesend. Auch, weil die Firma Wolff Reisen & Reisedienst Krauß den Busverkehr im Kreis am frühen Dienstagmorgen und am Vormittag vollständig eingestellt hatte. Eine Entscheidung, die Stefan Klemme, Konrektor der Neumayer-Schule, rundum nachvollziehen konnte. „Ein Schulbus im Graben wäre unser absoluter Alptraum.“ Allerdings hätte sich der Konrektor wie andere Schulen eine bessere Kommunikation gewünscht. An der Neumayer-Schule wurde der Unterricht nach der vierten Stunde beendet, Klassen wurden zusammengefasst. Auch am benachbarten Nordpfalzgymnasium gab es keinen geregelten Unterricht. Die Gutenbergschule in Göllheim hatte auf ihrer Internetseite Eltern davor gewarnt, ihre Kinder zur Schule zu fahren. Bei allen war diese Botschaft aber offenbar nicht angekommen – etwa 30 Kinder hatten es mit Elternhilfe in die Schule geschafft. Da an Unterricht nicht zu denken war, wurden sie in der Aula versammelt und sukzessive wieder abgeholt.

Am Wilhelm-Erb-Gymnasium in Winnweiler war der Unterricht gestern nach der sechsten Stunde beendet. Die meisten „Busschüler“ seien am Morgen mangels Transportmöglichkeit zu Hause geblieben. An der Albert-Schweitzer-Realschule plus in Winnweiler war der Unterricht ebenfalls vorzeitig beendet: Nach der vierten Stunde war Schluss, da rund die Hälfte der Schüler fehlte. Normaler Unterricht war auch an der Integrierten Gesamtschule in Rockenhausen nicht möglich: Mehr als 50 Prozent der Schüler waren witterungsbedingt zu Hause geblieben. Dennoch hatte die IGS – zumindest offiziell – bis 16 Uhr geöffnet.

Gleiches galt für die Schule am Donnersberg in Rockenhausen: Auch hier waren alle Lehrer vor Ort und haben die Betreuung bis zum Nachmittag gewährleistet. Allerdings waren die meisten Schüler – darunter viele beeinträchtigte Kinder, die von Kleinbus- oder Taxiunternehmen befördert werden – auf Wunsch der Eltern aus Sicherheitsgründen zu Hause geblieben. Komplett ausgefallen ist der Unterricht dagegen an der Realschule plus Rockenhausen und der Grundschule Waldgrehweiler. Geschlossen hatte aufgrund der chaotischen Verkehrsverhältnisse auch der Kindergarten Bisterschied. An vielen weiteren Grundschulen im Kreis war der Unterricht ebenfalls nur eingeschränkt möglich.

Der Dannenfelser Ortsbürgermeister Ernst-Ludwig Huy setzte sich am Vormittag selbst in den gemeindeeigenen Unimog und übernahm den Winterdienst. Mehr als zehn Zentimeter Schnee lagen zu diesem Zeitpunkt in dem Luftkurort am Donnersberg. Der Winter ist auch dort so richtig angekommen ...

Weitere Bilder zum Wintereinbruch finden Sie auf der Lokalseite 5  

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