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Landau

Rundsporthallen-Renaissance

Soll zu Wohnzwecken unterteilt werden: die Rundsporthalle am Prießnitzweg. ( ArchivFoto: VAN )

Die Grenzen der dezentralen Flüchtlingsunterbringung in Landau sind bald erreicht. Auch das geplante Containerdorf im Prießnitzweg bringt nur kurz Entspannung. Daher soll für 60 000 Euro die Rundsporthalle so hergerichtet werden, dass sie als Unterkunft taugt.

Eigentlich ist die Rundsporthalle längst dem Abriss preisgegeben: Nach Einschätzung der Verwaltung machen Schäden an der Dachkonstruktion eine Sanierung unwirtschaftlich. Mit der neuen Einfeld-Sporthalle im Sportpark am Ebenberg und der Zweifeldhalle an der Berufsbildenden Schule sind Ausweichmöglichkeiten entstanden. Im Frühjahr hatte die Landesregierung zudem signalisiert, dass sie eine neue Dreifeldhalle auf dem Jahnsportplatz als Ersatz für die Rundsporthalle fördern werde. Jetzt sieht es so aus, als würde letztere ab 1. Dezember nicht nur länger, sondern vor allem auch anders gebraucht. Ein Statiker hat die marode Halle zunächst bis Ende 2016 freigegeben.

Bis zum Jahresende rechnet Landau mit mindestens 500 Asylbewerbern in 200 Wohneinheiten. Ende 2014 waren es 130 Menschen in 50 Einheiten. „Die Bereitschaft der Landauer Bevölkerung, Wohnraum anzubieten, ist enorm hoch“, heißt es in einer Vorlage der Verwaltung, doch jetzt gilt der Wohnungsmarkt als abgegrast. Eine Arbeitsgruppe hatte daher alle städtischen Hallen nach Größe, Sanitärausstattung, der Möglichkeit von Begegnungsflächen, Besprechungsräumen und Essenversorgung sowie Lage bewertet, schilderte Oberbürgermeister Hans-Dieter Schlimmer (SPD) im Hauptausschuss (wir berichteten gestern kurz).

Dabei sei die Wahl auf die Rundsporthalle gefallen. Das Gebäudemanagement (GML) prüft, was an Umbauten möglich ist, denn der Bau ist nicht als Erstaufnahme mit Stockbett an Stockbett gedacht, sondern soll unterteilt werden, um Bewohnern Rückzugsmöglichkeiten zu bieten.

Wie viele Menschen in der Halle leben können, steht noch nicht fest. Das hänge unter anderem von der Brandschutz-Prüfung ab, sagte Sozialdezernent Thomas Hirsch (CDU). Schulen und Sportvereine, die die Halle nutzen, wurden oder werden von der Verwaltung informiert und sollen Ausweichplätze genannt bekommen. Sobald alle Fakten vorliegen, soll es eine Bürgerversammlung geben, sagte Schlimmer.

Die Rundsporthalle wird an allen Werktagen von 8 bis 17 Uhr und auf allen drei Spielfeldern von Schulen genutzt (Kars, OHG, MSG). Von 17 bis 22 Uhr sind Turner, Trampolinspringer, Volleyballer, Handballer, Fußballer, Rhönrad-Sportler und Leichtathleten des ASV Landau, des TV Nußdorf und des SV Dammheim auf den Spielfeldern. Außerdem nutzen an allen Werktagen Kletterer von Schul-Arbeitsgemeinschaften, Alpenverein die Kletterwand und Boxer die Empore. Unbelegte Zeitfenster gibt es kaum. (boe)

+++ Pfalz-Ticker +++

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