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Speyer

Neue Attraktion: ISS-Nachbau im Speyerer Technik-Museum

Von Christian Berger

 

In einer Ecke der Raumfahrthalle: Der Nachbau des Moduls der Raumstation ISS in Originalgröße ist noch nicht zugänglich. (Foto: tbg)

Die größte Raumfahrtausstellung Europas im Technik-Museum Speyer hat eine neue Attraktion: In Nachbarschaft der Raumfähre Buran ist ein Nachbau des russischen Moduls Swesda (deutsch: Stern) der Internationalen Raumstation (ISS) zu sehen. Derzeit ist es noch abgesperrt, spätestens bis zum Beginn der Hauptsaison im März soll es fertig sein.

Raumfahrtbegeisterte Gäste, die schon einmal in der 2008 eröffneten Ausstellungshalle mit heute mehr als 600 Exponaten waren, werden es bei einem erneuten Besuch bemerken: Die Forschungsmodule Spacelab und Columbus haben Gesellschaft bekommen, mit dem Swesda-Exponat ist das „Herz“ der ISS im Technik-Museum gelandet. Der Original-„Stern“ – das ist die Übersetzung des russischen Wortes – ist der erste Teil der Raumstation, der von Astronauten bewohnt wurde; der Einzug der ersten drei Raumfahrer in das Modul 400 Kilometer über der Erde war am 31. Oktober 2000.

Der Speyerer Ausstellungsleiter Gerhard Daum hat das „in Westeuropa einmalige Exponat“ dank seiner „vielen Aktivitäten auf dem Gebiet der Raumfahrt“ und seiner „guten Kontakte“ von der Europäischen Raumfahrtorganisation (ESA) für das Museum als Schenkung erhalten, wie er auf Anfrage sagt. Bis dato sei das mit 13,10 Metern Länge größte aller ISS-Module in einem ESA-Zentrum in Noordwijk (Niederlande) zum Zweck der Missionsvorbereitung und für Präsentationsveranstaltungen genutzt worden.

„Russian Service Module“ (auf deutsch: russisches Service-Modul) und „Zvezda“ (so „Swesdas“ englische Schreibweise) steht in schwarzer Farbe auf einem goldenen Schild vor dem neuen Exponat. Es befindet sich in einer Ecke des flachen Teils der Raumfahrthalle, kaum 50 Meter von der Buran und dem Spacelab- sowie dem Columbus-Modul entfernt. Dort zieht die Swesda seit Tagen Blicke der Besucher auf sich.

Nach Auskunft von Ausstellungsleiter Daum werden in den nächsten Wochen drei Info-Tafeln vor dem „Stern“ aufgestellt, eine Toilette im Innern montiert, drei „Astronauten“ an Fäden „schwebend“ aufgehängt und der innere Teil des Dockingstutzens ausgebaut. „Bis zum Beginn der Hauptsaison im März wird alles fertig sein“, kündigt er an. Die hängenden Schaufensterpuppen sollen einen Eindruck von der Schwerelosigkeit vermitteln, erklärt Daum.

„In der ISS haben die Astronauten mehr Platz, als man denkt. Denn ohne die Schwerkraft können sie den kompletten Raum ausnutzen. Das Volumen der gesamten Station entspricht dem eines Jumbo-Jets“, sagt Raumfahrtexperte Daum. Er besitzt ein Foto, auf dem neun Astronauten beim Abendessen in der Swesda zu sehen sind. Der Original-„Stern“ ist am 12. Juli 2000 als drittes ISS-Modul mit einer russischen Proton-K-Rakete in den Weltraum geflogen. Er bildet einen wesentlichen Teil der Station mit Schlafplätzen, Toilette, Sauerstoffanlage und Triebwerken zum Anheben der Flugbahn.

Zwei Etagen über dem Swesda-Modul, das im Vergleich zum Original statt über 14 kleinere Fenster über eine ganze Plexiglas-Seite verfügt, innen aber nicht begehbar sein wird, stehen sieben große Info-Tafeln zur noch vergleichsweise jungen Geschichte der chinesischen Raumfahrt. „Nach Russland und den USA ist China die dritte Raumfahrer-Nation“, erklärt Daum den neuen Ausstellungsteil. Nur diese drei Länder könnten bemannte Raumfahrtprojekte eigenständig umsetzen.

Der erste chinesische Astronaut („Taikonaut“) war nach seinen Angaben 2003 im Weltraum, die erste Raumstation aus dem „Reich der Mitte“ soll 2022 im Orbit sein.

+++ Pfalz-Ticker +++

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