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Landau

Landau: Rewe blockiert Wohnprojekt

Rewe blockiert ohne Grundlage Wohnprojekt Gewold in der Haardtstraße

Die frühe Warenanlieferung in der Haardtstraße war für Rewe ein Grund, den Neubau gegenüber abzulehnen. Die Lieferanten kommen ab 5 Uhr, dürften aber erst um 7 Uhr beginnen, wie sich jetzt zeigt. (Foto: van)

Im Oktober sollte in der Haardtstraße der Bau des genossenschaftlichen Wohnprojekts „Gemeinschaftlich Wohnen in Landau“ (Gewold) beginnen. Dass dort aber noch immer eine Brache ist, liegt am Einspruch des gegenüberliegenden Rewe-Markts.

 

Wie die Gewold-Geschäftsführerin Marika Weis der RHEINPFALZ berichtet, habe der Rewe-Konzern gegen die von der Stadt erteilte Baugenehmigung für das solidarische Wohnprojekt Einspruch eingelegt. Der Grund: Gewold habe den Geräuschpegel bei der Warenanlieferung des Marktes zwischen 5 und 6 Uhr nicht berücksichtigt. Rewe fürchtete Interessenskollisionen mit den künftigen Bewohnern der genau gegenüber geplanten Wohnungen.

Die Genossen planten um und erhielten am 1. September eine neue Baugenehmigung. Doch auch gegen diese habe Rewe Einspruch eingelegt. Der Konzern wünsche, so Weis, dass weder Schlaf- noch Wohnräume an der Haardtstraße liegen. Er fürchtet offenbar, dass ihm Auflagen zum Lärmschutz gemacht werden könnten. Gewold zog vor den Stadtrechtsausschuss.

Zur Überraschung von Gewold und Rewe stellte sich plötzlich heraus, dass der Markt einst nur Betriebszeiten von 7 bis 22 Uhr beantragt hatte. Damit ist nach Meinung von Marika Weis der Grund für den Einspruch, nämlich die Warenanlieferung in der Früh, hinfällig. Die Geschäftsführerin hofft nun, dass der Stadtrechtsausschuss Rewe in die Schranken weist und grünes Licht für den Baubeginn gibt.

Die Baugruppe hat Federn gelassen. Denn, so erläutert Weis, „für uns ist die sechsmonatige Verzögerung mit einigen zusätzlichen finanziellen Belastungen verbunden“. Nur ein Beispiel: Beim Förderprogramm KfW 40+, über das ein Kredit für energieeffizientes Bauen aufgenommen werden könne, hätten sich zwischenzeitlich die Zinsen von 0,75 auf 1,05 Prozent erhöht. „Das entspricht einer Steigerung von 40 Prozent.“ Von Rewe sei wohl keine Entschädigung zu erwarten, auch wenn die Einsprüche unberechtigt gewesen seien, schätzt Weis.

Rewe äußerte sich mit Verweis auf das laufende Verfahren zu dem Sachverhalt nicht. Auch die Stadt Landau teilte lediglich mit, sie stehe mit beiden Parteien in engem Kontakt. Es gebe konstruktive Gespräche, um schnell eine für beide Seiten tragfähige Lösung zu finden.

Gewold-Geschäftsführerin Weis hat im Dezember die Ausschreibungsunterlagen für den Rohbau verschickt und hofft, dass es im März oder April losgehen kann. |fare

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