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Donnerstag, 29. Juni 2017

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Montag, 05. Dezember 2016 - 11:41 Uhr Drucken

Ludwigshafen

Überblick: 13-jähriger mutmaßlicher Bombenbauer soll für ein Jahr in geschlossene Einrichtung

Nach dem geplanten Anschlag auf den Ludwigshafener Weihnachtsmarkt war das öffentliche Interesse riesig.

Nach dem geplanten Anschlag auf den Ludwigshafener Weihnachtsmarkt war das öffentliche Interesse riesig. (Foto: Kunz)

Ein mittlerweile 13-Jähriger soll am 26. November 2016 einen Bombenanschlag auf den Ludwigshafener Weihnachtsmarkt geplant haben.

Amtsgericht beschließt Unterbringung

21.3.17, 16:24 Uhr: Der Terrorverdächtige soll für zunächst ein Jahr in eine "geschlossene Einrichtung der Jugendhilfe". Das hat das Ludwigshafener Amtsgericht nach eigenen Angaben am Dienstagnachmittag auf Antrag der Eltern des Jungen beschlossen. Der 13-Jährige befindet sich derzeit an einem Ort außerhalb von Ludwigshafen. (häm)

Entscheidung soll am 21. März fallen

15.3.17, 13.43 Uhr: Eine Entscheidung über die Zukunft des erst 13 Jahre alten Terrorverdächtigen aus Ludwigshafen soll das Amtsgericht am 21. März fällen. Das haben Vertreter von Stadt und Land am 15. März in Mainz gesagt. (fkk)

Langfristige Unterbringung des 13-Jährigen weiter unklar

10.03.17, 15 Uhr: Wo der 13-jährige unter Terrorverdacht stehende Deutsch-Iraker aus Ludwigshafen langfristig untergebracht wird, ist weiterhin offen. Das Oberlandesgericht (OLG) in Zweibrücken hat am Freitag aus formalen Gründen einen Beschluss des Amtsgerichts Ludwigshafen aufgehoben, in dem die vorläufige Unterbringung des Jungen geregelt worden ist. Das Vormundschaftsgericht hatte es abgelehnt, den 13-Jährigen weiterhin vorläufig in einer geschlossenen Psychiatrie unterzubringen, was das Ludwigshafener Jugendamt beantragt hatte. Stattdessen votierte ein Familienrichter dafür, dass der 13-Jährige in einer „pädagogischen Einrichtung der Jugendhilfe“ unterkommen sollte. Die Stadt hatte daraufhin Beschwerde gegen diesen Beschluss beim OLG eingelegt. Grund: Es gebe in Deutschland so gut wie keine geeigneten Einrichtungen, die dem pädagogischen Anspruch genügten und auch ausbruchsicher seien. Die Zweibrücker Richter entschieden nun aber gar nicht über die Beschwerde und die Art der Unterbringung des Jungen. Stattdessen stellte das OLG fest, dass die Familienrichter in Ludwigshafen nicht mehr mit dem Rechtsmittel einer einstweiligen Anordnung über die weitere Unterbringung des 13-Jährigen entscheiden dürfen. Denn einstweilige Anordnungen seien zeitlich auf maximal drei Monate befristet. Und diese Frist sei mittlerweile abgelaufen. (mix)

Junge in Kinder- und Jugendheim untergebracht

10.03.17, 15 Uhr: Aktuell befindet sich der Junge nach RHEINPFALZ-Informationen in einem Kinder- und Jugendheim außerhalb von Ludwigshafen, das von Einsatzkräften der Polizei überwacht wird. Das ist laut Jugendamt eine „Zwischenlösung“ bis über eine dauerhafte Unterbringung des 13-Jährigen entschieden wird. Nach Einschätzung eines OLG-Sprechers ist diese Übergangslösung rechtskonform. Mitte März soll nun das Vormundschaftsgericht in einem sogenannten Hauptsacheverfahren über die weitere Unterbringung des Jungen entscheiden.Das Kind soll im November einen Anschlag mit eine Nagelbombe auf den Ludwigshafener Weihnachtsmarkt geplant haben, ist aber aufgrund seines Alters strafunmündig.|mix

13-Jähriger aus Wohnung abgeholt

3.3.17, 12.58 Uhr: Der 13-Jährige wurde am Freitagmittag aus der Wohnung seiner Eltern geholt. Das hat die RHEINPFALZ beobachtet. Die Pressestelle der Stadt Ludwigshafen teilte kurz darauf mit, dass es sich bei der Unterbringung des Jungen um eine Übergangslösung handele, bei der eine intensive pädagogische Betreuung des 13-Jährigen gewährleistet sei. Die Stadt teilte nicht mit, wohin der Junge gebracht wurde, nur so viel: Es werde weiterhin an einer "langfristig tragfähigen Lösung" gearbeitet. (häm/yah)

Ministerium schweigt

2.3.17, 18.24 Uhr: Wie lange der erst 13 Jahre alte Terrorverdächtige aus Ludwigshafen noch bei seinen Eltern bleibt, ließ das Mainzer Integrationsministerium am Donnerstag offen. Ebenso schwieg eine Sprecherin zu der Frage, was für eine Art von Unterkunft die Landesregierung für den Deutsch-Iraker überhaupt sucht. Die Ministeriumssprecherin sagt: "Sobald eine tragfähige Lösung zur Unterbringung und zur intensiven pädagogischen Betreuung des Jungen steht, werden wir die Öffentlichkeit informieren."

Oberlandesgericht muss über Unterbringung entscheiden

1.3.17, 19.40 Uhr: Ob der 13-jährige Terrorverdächtige aus Ludwigshafen künftig wieder in einer geschlossenen Einrichtung untergebracht wird, muss nun das Oberlandesgericht (OLG) in Zweibrücken entscheiden. Der Junge hatte eine Nagelbombe gebaut, die er nach Angaben der Sicherheitsbehörden auf dem Ludwigshafener Weihnachtsmarkt zünden wollte, was aber misslang. Daraufhin wurde das Kind mit Zustimmung seiner Eltern befristet in einer geschlossenen Einrichtung untergebracht. Nachdem nun diese Befristung ausgelaufen ist, hat die Stadt Ludwigshafen eine weitere Unterbringung in einer geschlossenen Einrichtung beantragt. Dies hat aber das Familiengericht am Amtsgericht Ludwigshafen abgelehnt. Die Richter dort sprachen sich aufgrund eines Gutachtens dafür aus, dass der Junge in einer Jugendhilfeeinrichtung untergebracht werden sollte, aber nicht in einer geschlossenen Einrichtung. Dagegen geht die Stadtverwaltung juristisch vor. Über die Beschwerde will das OLG nun in den kommenden Tagen entscheiden, sagte am Mittwochabend ein Gerichtssprecher. Seit Montagabend ist das Kind wieder bei seinen Eltern in Ludwigshafen und wird von Zivilbeamten des Landeskriminalamts überwacht. (mix)

Stadt Ludwigshafen legt Beschwerde ein

1.3.17, 12.51 Uhr: Die Stadt Ludwigshafen hat nach Angaben der rheinland-pfälzischen Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) Beschwerde gegen die Entscheidung eingelegt, dass ein 13 Jahre alter mutmaßlicher Bombenbauer zurück zu seiner Familie darf. Der Junge soll im vergangenen Dezember einen selbst gebastelten Sprengsatz am Rathaus-Center abgelegt und auch über ein Selbstmordattentat nachgedacht haben. Dreyer versicherte am Mittwochvormittag, die Sicherheit sei gewährleistet. Es sei aber klar, „dass wir eine andere Lösung brauchen“. Derzeit überwachen Zivilfahnder die Straße in der Ludwigshafener Innenstadt, in der die Familie lebt. (kad)

Junge wieder zu Hause bei den Eltern

28.2.17, 21.10 Uhr: Der Junge, der verdächtigt wird, einen Nagelbombenanschlag auf den Ludwigshafener Weihnachtsmarkt geplant zu haben, ist seit Montagabend wieder zu Hause bei seinen Eltern in Ludwigshafen. Das Kind befand sich seit Dezember in einer sicheren Einrichtung. Wie die RHEINPFALZ aus Sicherheitskreisen weiter erfuhr, sollen die Eltern des mittlerweile 13-jährigen Deutsch-Irakers ihre Einwilligung für die weitere Unterbringung des Jungen in einer geschlossenen psychiatrischen Abteilung zurückgezogen haben. Deswegen sei der entsprechende Beschluss eines Familiengerichts wieder aufgehoben worden. (mix/häm/kad)

Es ist derzeit unklar, was mit dem Kind passiert

28.2.17, 21.10 Uhr: Weil der 13-Jährige noch nicht strafmündig ist und die Eltern weiterhin über ihn bestimmen können, kann dagegen derzeit niemand etwas tun. Ein Kenner des Falls sagt: „Niemand hat sich Gedanken gemacht, wie es weitergeht, wenn die Eltern nicht mehr mitmachen.“ Dabei halten die Sicherheitsbehörden den Jugendlichen nach wie vor für gefährlich. Nach RHEINPFALZ-Informationen wird der Junge, der über das Internet Kontakte zu radikalen islamistischen Kreisen hatte, nun von zivilen Einsatzkräften der Polizei überwacht. Was nun mit ihm passiert, blieb am Dienstag offen. Die rheinland-pfälzische Integrations- und Familienministerin Anne Spiegel (Grüne) verwies am Dienstagabend darauf, dass sich zu diesem Fall nur der Generalbundesanwalt äußern dürfe. (mix/häm/kad)

Hausverbot in mehreren Moscheen

3.2.17, 4 Uhr: Nach Recherchen der RHEINPFALZ hatte der Zwölfjährige, der im November einen Anschlag auf den Ludwigshafener Weihnachtsmarkt geplant haben soll, Hausverbot in mehreren Ludwigshafener Moscheen. Dies hatte jedoch weniger mit seiner IS-Gesinnung zu tun. Vielmehr hatte der Junge dort durch sein Verhalten den Unmut der Moscheebesucher und -verantwortlichen auf sich bezogen. Ein Vertreter der Othman Ibn Affan Moschee in Ludwigshafen sagte: "Der ist einfach nur frech gewesen, sonst nichts. Er konnte sich einfach nicht benehmen. Er hörte nicht zu, machte was ihm einfiel." (ik/mix)

Ramstein im Visier

31.1.17, 20.18 Uhr: Der 17-jährige Terrorverdächtige, der am 20. Januar in Wien festgenommen wurde, hatte nach Recherchen des ARD-Magazins "Report Mainz" und des österreichischen Magazins "Falter" die US-Airbase im pfälzischen Ramstein im Visier. Er habe überlegt, dort neben einer Mülltonne eine Rohrbombe explodieren zu lassen, berichten die beiden Medien unter Berufung auf die Verhörprotokolle. Der Verdächtige soll sich den Berichten zufolge darüber auch mit dem Zwölfjährigen ausgetauscht haben, der einen solchen Sprengsatz gebaut und in Ludwigshafen bei einem Weihnachtsmarkt abgestellt haben soll. (lrs)

Junge kontaktierte Terrorverdächtige

23.1.17, 21.05 Uhr: Die Festnahme von zwei Terrorverdächtigen in Deutschland und Österreich geht einem Medienbericht zufolge auf den Zwölfjährigen zurück, der vergangenes Jahr einen Anschlag in Ludwigshafen geplant haben soll. Das meldete «Focus Online» am 23. Januar unter Berufung auf Justizkreise. Der Zwölfjährige habe über soziale Netzwerke in Kontakt mit einem 17-jährigen Islamisten gestanden, der am 20. Januar in Wien festgenommen wurde. Die deutschen Behörden hätten den Hinweis an die Kollegen aus Österreich weitergeleitet. Der 17-Jährige wurde nach seiner Rückkehr aus Deutschland festgenommen. Er steht im Verdacht, einen Terroranschlag in Wien vorbereitet zu haben. Bei seiner Vernehmung soll der 17-Jährige einen 21-Jährigen aus dem rheinischen Neuss ins Spiel gebracht haben, der daraufhin am 21. Januar festgenommen wurde. Der Wiener Verdächtige gab nach «Focus»-Informationen an, dass die beiden häufig darüber sinniert hätten, wie sie der deutschen Politik schaden könnten. Am besten sei ihnen ein Sprengstoffanschlag auf Polizisten und Bundeswehrsoldaten erschienen. (lrs)

Ministerium bestätigt Unterbringung

17.1.17, 15.41 Uhr: Das Mainzer Familienministerium hat am 17. Januar offiziell bestätigt, dass das Ludwigshafener Bombenbastler-Kind in einer geschlossenen Einrichtung untergebracht worden ist. Die RHEINPFALZ hatte darüber bereits im Dezember berichtet. Der zwölfjährige Deutsch-Iraker soll am 26. November zunächst vergeblich versucht haben, einen Sprengsatz auf dem Ludwigshafener Weihnachtsmarkt zu zünden. Am 5. Dezember wurde seine Nagelbombe dann am Rathaus-Center entdeckt. (swz/lrs)

Suche nach Hintermännern dauert an

 

Foto: Kunz

13.1.17, 4.00 Uhr: Nach dem versuchten Nagelbombenanschlag eines Zwölfjährigen auf den Ludwigshafener Weihnachtsmarkt dauert die Suche nach Hintermännern an. Die Generalbundesanwaltschaft in Karlsruhe rechnet damit, dass sich die Ermittlungen noch einige Monate hinziehen werden. „Wir sind an der Sache dran und versuchen sehr intensiv, die Hintergründe aufzuklären“, sagte Staatsanwalt Stefan Biehl am 12. Januar der RHEINPFALZ. Nähere Details wollte er aus „ermittlungstaktischen Gründen“ nicht mitteilen. Doch klar ist, dass die auf Terrorbekämpfung spezialisierten Beamten derzeit Hinweisen nachgehen, wonach der zwölfjährige Deutsch-Iraker über das Internet radikalisiert wurde. Das Kind soll einschlägige islamistische Seiten im Netz besucht haben, wie aus Polizei- und Justizkreisen zu hören ist. Der Junge soll nach RHEINPFALZ-Informationen allein gehandelt haben. (mix)

Der Junge

20.12.16, 4.00 Uhr: Das Kind wurde 2004 in Ludwigshafen geboren und hat die deutsche und irakische Staatsbürgerschaft. Seine Eltern sind Iraker, die als Kriegsflüchtlinge hierher gekommen sind. Der Junge ist in Ludwigshafen aufgewachsen, besuchte die Erich-Kästner-Grundschule, wechselte später aufs Carl-Bosch-Gymnasium (Mitte). Doch er musste die Schule verlassen, hat dort Hausverbot, soll auf dem Gelände Mitschüler bedroht haben und war zuletzt Schüler an der Karolina-Burger-Realschule im Schulzentrum Mundenheim. Auf Anfrage wollten die jeweiligen Schulleiter nichts dazu sagen. Er soll Probleme mit Autoritäten in der Schule und ein bedenkliches Frauenbild gehabt haben. Frauen soll er den Handschlag verweigert haben. (mix/ier)

Die Familie

20.12.16, 4.00 Uhr: Es soll sich um eine Familie mit patriarchalischen Strukturen handeln. Die Mutter soll kaum Deutsch sprechen, der Vater nur schlecht. Der Zwölfjährige soll im Internet über einschlägige islamistische Seiten radikalisiert worden sein. „Das Internet hat eine Riesenrolle gespielt“, heißt es aus Polizei- und Justizkreisen. Der Junge soll außerdem Kontakte zum radikalen Milieu über den bei Jugendlichen beliebten elektronischen Mitteilungsdienst Telegram gehabt haben. Jugendschutzexperten schätzen diese Smartphone-App als Propagandawerkzeug für Dschihadisten ein. (mix/ier)

Die Nagelbombe

20.12.16, 4.00 Uhr: Laut einem Hinweisgeber an die Polizei soll der Junge versucht haben, die Bombe am 26. November auf dem Ludwigshafener Weihnachtsmarkt zu zünden. Das klappte jedoch nicht. Er soll das mit Feuerwerkspulver gefüllte Glas dann in einer Tasche neben einem Abfallcontainer im Warenhof-Ost hinter dem Rathaus-Center abgelegt haben. Er soll damit keinen zweiten Anschlagversuch unternommen haben, sondern den abgelegenen Ort als Versteck für das Konservenglas mit dem brisanten Inhalt genutzt haben. Dort wurde es gefunden und sichergestellt. (mix/ier)

Andrang auf Weihnachtsmarkt

Foto: Kunz

20.12.16, 4.00 Uhr: Trotz der Berichte über den mutmaßlichen Anschlagsversuch eines Zwölfjährigen auf dem Ludwigshafener Weihnachtsmarkt Ende November, meldet die Marketinggesellschaft Lukom für das Wochenende die zwei besucherstärksten Tage bislang. Bereits zur Mittagszeit habe sich am 16. Dezember abgezeichnet, dass es ein normaler Tag werden könnte, sagt Lukom-Chef Michael Cordier. „Der Betrieb zur Mittagspause war keineswegs schlechter besucht als zuvor, gegen Abend nahm der Besuch deutlich zu und die Marktbeschicker teilten uns mit, es sei der bislang beste Tag seit der Eröffnung gewesen.“ Auch den 17. Dezember mit Feuerwerk bewertet Cordier als stark. Es habe vorher „leichte Verunsicherung“ gegeben, wie sich die Berichte über die Anschlagspläne auswirken könnten. (rxs)

Ärger in der Schule

19.12.16, 19.59 Uhr: Der Zwölfjährige, der den Anschlag in Ludwigshafen geplant haben soll, ist bereits früher auffällig geworden. Nach RHEINPFALZ-Informationen musste der Deutsch-Iraker ein Ludwigshafener Gymnasium verlassen, weil es Vorfälle wegen Beleidigungen, Drohungen und Körperverletzungen gegeben haben soll. Deswegen sollen auch Polizei und Jugendamt eingeschaltet gewesen sein. Die Eltern stammen aus Irak und sind Kriegsflüchtlinge. Ihr Sohn wurde 2004 in Ludwigshafen geboren. Die Familie soll sich wenig kooperativ gezeigt haben, als sich Behörden wegen der Probleme in der Schule meldeten. An seinem alten Gymnasium erhielt der Junge Hausverbot, weil er auf dem Schulgelände Mitschüler bedroht haben soll. Zuletzt besuchte er eine Realschule plus. Er soll übers Internet radikalisiert worden sein. Nach dem Fund der Nagelbombe hat das Jugendamt mit Einverständnis der Eltern den Jungen in Obhut genommen. (mix/ier)

Innenministerium: keine neue Sicherheitslage

17.12.16, 12.05 Uhr: Nach dem Bekanntwerden eines versuchten mutmaßlichen Bombenanschlags auf den Weihnachtsmarkt in Ludwigshafen sieht das rheinland-pfälzische Innenministerium keine neue Sicherheitslage. Es sei zwar angesichts der allgemeinen Lage von "einer abstrakten Gefährdung von Weihnachtsmärkten" durch islamistischen Terrorismus auszugehen, teilte am 17. Dezember ein Sprecher in Mainz mit. Dem Bundeskriminalamt lägen derzeit aber keine Erkenntnisse vor, aus denen sich eine konkrete Gefahr für die Weihnachtsmärkte in Deutschland ableiten lasse. (lrs)

Maulkorb für Oberbürgermeisterin

Foto: Kunz

16.12.16, 16.21 Uhr: Die anberaumte Pressekonferenz der Stadt Ludwigshafen zum mutmaßlichen versuchten Anschlag auf dem Ludwigshafener Weihnachtsmarkt war beendet, bevor sie richtig begonnen hatte. Um 15.30 Uhr trat die Oberbürgermeisterin der Stadt, Eva Lohse, am Freitag vor die zahlreich anwesenden Pressevertreter. Erst vor 45 Minuten habe der mit dem Fall befasste Generalbundesanwalt einen "Auskunftsvorbehalt" ausgesprochen, informierte Lohse - zu knapp, um die mit Spannung erwartete Pressekonferenz noch rechtzeitig abzusagen. In einer zweiminütigen Ansprache sagte die Oberbürgermeisterin lediglich, dass der Zwölfjährige, der versucht haben soll, eine Nagelbombe zu zünden, an einem sicheren Ort sei. Von ihm gehe daher keine Gefahr mehr aus. Nachfragen durch Journalisten blockte Lohse ab. (adh)

Ermittlungen eingestellt

16.12.16. 12.42 Uhr: Das Ermittlungsverfahren gegen den Jungen ist am 16. Dezmeber eingestellt worden, weil er wegen seines Alters nicht strafmündig ist. Straffällige Jugendliche können juristisch erst ab 14 Jahren zur Verantwortung gezogen werden. Die für Terrorismusbekämpfung zuständige Generalbundesanwaltschaft versucht herauszufinden, zu wem der Junge via Internet und Smartphone Kontakt hatte. Das gestaltet sich schwierig. (mix/ier)

Bundesanwaltschaft nimmt Ermittlungen auf

16.12.16, 9.32 Uhr: Die Bundesanwaltschaft in Karlsruhe ermittelt im Fall des Zwölfjährigen, der versucht haben soll, einen Bombenanschlag auf den Weihnachtsmarkt in Ludwigshafen zu verüben. Das bestätigte Hubert Ströber, Leitender Oberstaatsanwalt in Frankenthal gegenüber der RHEINPFALZ. Details nannte er nicht und verwies auf Karlsruhe. (tol)

Anschlag auf Weihnachtsmarkt geplant

Foto: Hartschuh

16.12.16, 7.32 Uhr: Ein zwölfjähriger Junge hat nach Informationen des Nachrichtenmagazins "Focus" angeblich versucht, einen Nagelbombenanschlag auf den Weihnachtsmarkt in Ludwigshafen zu verüben. Das Magazin beruft sich auf Angaben der Justiz- und Sicherheitsbehörden sowie die Staatsanwaltschaft Frankenthal. Darin heißt es weiter, nach Erkenntnissen der Ermittler sei der "stark religiös radikalisierte" Junge womöglich von einem "unbekannten Mitglied" der Terrormiliz IS "angestiftet oder angeleitet" worden. Demnach kam es am 26. November nur deshalb nicht zu einer Detonation, weil der Sprengsatz nicht zündete. Am 5. Dezember soll er den Sprengsatz in einem Gebüsch nahe des Rathauscenters versteckt haben. (lrs)

Zwölfjähriger an Jugendamt überstellt

6.12.16, 16.56 Uhr: Der zwölfjährige Junge, der am 5. Dezember eine Tasche mit pyrotechnischen Pulver am Warenhof des Rathaus-Centers abgelegt hat, ist dem Ludwigshafener Jugendamt überstellt worden. Das hat die Polizei am 6. Dezember mitgeteilt. Der Junge hat ein Glas in der Tasche mit dem Material gefüllt, das er aus Feuerwerkskörpern und Wunderkerzen gewonnen hatte. Das Gemisch war brennbar, aber nicht explosionsfähig. Der Junge ist wegen seines Alters strafunmündig und wurde mit Einverständnis der Eltern in die Obhut des Jugendamts gegeben, hieß es weiter. Die Staatsanwaltschaft wurde informiert. Wegen der Tasche und ihres Inhalts wurde am Montag Alarm ausgelöst und das Areal um das Einkaufszentrum für vier Stunden gesperrt. (mix)

Rathaus-Center wieder freigegeben

5.12.16, 16.52 Uhr: Die Polizei hat am Nachmittag den Warenzulieferhof des Rathaus-Centers und Abfahrten der darüber verlaufenden Hochstraße Nord wieder freigegeben. Am Vormittag war eine verdächtige schwarze Tasche an einem Abfallcontainer am Warenhof Ost des Einkaufszentrums gefunden worden. Aus Mainz hinzugezogene Fachleute des Landeskriminalamts entdeckten in der Tasche ein Glas, das offenbar mit pyrotechnischem Material gefüllt war, wie es in Feuerwerkskörpern Verwendung findet. Weitere Untersuchungen stehen noch aus. Laut Polizei bestand keine Gefahr für die umliegenden Gebäude. Die Kriminalpolizei hat einen zwölfjährigen Junge aus Ludwigshafen ermittelt, der die Tasche dort abgelegt haben soll. Die Hintergründe seien noch unklar, sagte ein Polizeisprecher. Das Kind ist strafunmündig. Die Behörden haben die Eltern kontaktiert. (mix)

Zwölfjähriger im Fokus

5.12.16, 16.11 Uhr: Ein zwölfjähriger Junge aus Ludwigshafen steht im Verdacht, am Montagmorgen eine Tasche in einem Abfallcontainer am Warenhof Ost des Rathauscenters deponiert zu haben. Wie die Polizei am Nachmittag mitteilte, befand sich in der Tasche ein Glas mit einem nicht exakt definierbaren Inhalt. Nach der Untersuchung durch Fachleute vom Landeskriminalamt (LKA) geht die Polizei von pyrotechnischem Material aus, wie es in Feuerwerkskörpern verwendet wird. Welche Beweggründe der Junge hatte, wird noch ermittelt. Der Warenhof Ost sowie die B 44 in Fahrtrichtung Mannheim waren über Mittag gesperrt. Größere Verkehrsbehinderungen gab es nicht. (yah)

Straßensperrungen aufgehoben

5.12.16, 13.48 Uhr: Nach der Entdeckung eines verdächtigen Gegenstands im Warenanlieferungshof des Ludwigshafener Rathaus-Centers am Vormittag hat sich die Lage entspannt. Die Polizei hat die Straßensperrungen aufgehoben. Weiterhin gesperrt bleibt der Warenhof Ost. Bombenentschärfer der Polizei sind am Mittag von Mainz nach Ludwigshafen gekommen, um den verdächtigen Fund in Augenschein zu nehmen. Polizei und Feuerwehr sind seit 10.20 Uhr vor Ort. (yah)

Verdächtige Tasche entdeckt

5.12.16, 12.01 Uhr: Im Warenanlieferungshof des Ludwigshafener Rathaus-Centers ist am Morgen eine verdächtige Tasche entdeckt worden. Polizei und Feuerwehr sind seit 10.20 Uhr vor Ort und haben den Bereich gesperrt. Das Innere des Einkaufszentrum ist bisher nicht betroffen. Da über den Betriebshof die Hochstraße Nord führt, werden die Abfahrten zur Rhein-Galerie aus Richtung Dürkheim kommend und die Auffahrt auf die B 44 Richtung Mannheim gesperrt. Ein Polizeihubschrauber soll die Verkehrslage im Auge behalten. Spezialisten der Polizei sind von Mainz nach Ludwigshafen unterwegs, um den verdächtigen Fund in Augenschein zu nehmen. (mix)

Alarm am Rathaus-Center

Foto: dpa

5.12.16, 11.41 Uhr: Beim Rathaus-Center in Ludwigshafen wurde ein verdächtiger Gegenstand gemeldet. Das teilte die Polizei am Montagvormittag über Twitter mit. Die Einsatzkräfte seien vor Ort, hieß es weiter. (yah)

 

 

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