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Südwest

Trifels für bayrischen Pfalzbeauftragten besonders

Interview: Andreas Ganter

Der Lieblingsplatz von Markus Nadler in der Pfalz ist die Burg Trifels bei Annweiler. (Foto: GDKE Rheinland-Pfalz / Pfeuffer)

Markus Nadler (Foto: Privat)

„PFALZ, PFÄLZER, AM PFÄLZISCHSTEN“ ist in diesem Jahr das Motto des großen Fotowettbewerbs für RHEINPFALZ-Leser. Die schönsten Aufnahmen erscheinen wieder in einem RHEINPFALZ-Fotokalender. Zudem werden die zwölf Siegerbilder mit Geldpreisen belohnt. Unsere Begleitserie zum Fotowettbewerb macht sich auf die Suche nach den pfälzischsten Seiten der Pfalz. Heute verrät der Pfalzbeauftragte des bayerischen Landtags, Markus Nadler, im Interview, warum der Trifels für ihn von ganz herausragender Bedeutung ist.

Was verbindet Sie persönlich mit der Pfalz?

Vor allem meine Aufgabe als Pfalzbeauftragter im Bayerischen Landtag. Als Historiker ist mir aber generell die geschichtliche Verbindung von Bayern und der Pfalz sehr präsent. Außerdem komme ich aus Neuburg an der Donau, das ja ab 1505 300 Jahre Haupt- und Residenzstadt einer Pfälzer Linie der Wittelsbacher war. Und nicht zuletzt ist mir die Pfälzer Lebensart sehr sympathisch.

Warum braucht der bayerische Landtag heute noch einen Pfalzbeauftragten?

Die Pflege von Freundschaften und Kontakten in der Pfalz und zum Landesverband der Pfälzer in Bayern ist eine auch von unserer jetzigen Landtagspräsidentin Barbara Stamm gerne gelebte Tradition. Es geht darum, sich der gemeinsamen historischen Wurzeln Bayerns und der Pfalz bewusst zu sein und Möglichkeiten der Zusammenarbeit auf kulturellem Gebiet zu nutzen.

Sie sind ja eigentlich der Leiter der Bibliothek des bayerischen Landtags. Ist die Stelle des Pfalzbeauftragten zusätzliche Last oder Quell purer Freude?

Als ich für diese zusätzliche Aufgabe ausgewählt wurde, habe ich gerne ja gesagt und auch wenn es zeitlich neben den Hauptaufgaben manchmal eine Herausforderung ist, macht dieses „Nebenamt“ tatsächlich viel Freude. Ich konnte dadurch schon viele wunderbare Menschen kennenlernen und durfte anregende Veranstaltungen organisieren und erleben.

Welche Aufgaben hat der Pfalzbeauftragte des bayerischen Landtags konkret?

Traditionell ist die Landtagspräsidentin zugleich Vorsitzende des Bundes der Pfalzfreunde und sie verleiht in dieser Funktion zum Beispiel die „Hofenfels-Medaille“, den „Mannlich-Kunstpreis“ und den „Kurfürst-Karl-Theodor-Wissenschaftspreis“. Meine Aufgabe ist es, Präsidentin Stamm hierbei zu unterstützen und Veranstaltungen, etwa für diese Preisverleihungen vorzubereiten.

Der Oppositionsführer im bayerischen Landtag, Markus Rinderspacher, stammt ja aus Kaiserslautern. Unterhalten Sie sich mit ihm hin und wieder über die Pfalz?

Die Gelegenheiten dazu sind eigentlich eher selten. Der Fraktionsvorsitzende der größten Oppositionsfraktion ist natürlich in erster Linie auf die aktuellen politischen Themen fokussiert, wobei Herr Rinderspacher auch sehr an Themen von Geschichte und Kultur interessiert ist.

Wann waren Sie zuletzt in der Pfalz?

Ich durfte letztes Jahr im Herbst Landtagspräsidentin Barbara Stamm bei ihrer zweitägigen Pfalzreise begleiten: Am 23. September 2016 verlieh sie als Vorsitzende des Bundes der Pfalzfreunde dem ehemaligen Oberbürgermeister von Speyer, Werner Schineller die Hofenfels-Medaille. Und am Tag darauf war der großartige Festakt anlässlich 200 Jahre Bezirksverband Pfalz auf dem Hambacher Schloss, ein unvergessliches Erlebnis.

Haben Sie einen persönlichen Lieblingsplatz in der Pfalz?

Für mich ist der Trifels ein herausragender Ort. Auf dieser Burg kann man Geschichte wie auf einer Zeitreise regelrecht nachempfinden. Und auch die Aussicht ist natürlich überwältigend.

Hand aufs Herz: Riesling oder Weißbier? Saumagen oder Haxe? Was ist Ihnen lieber?

Ich schätze ein Glas Riesling sehr, gestehe aber, dass mir als Altbayer das Weißbier doch irgendwie näher ist, und dementsprechend auch die knusprige Schweinshaxe, die ich mir gelegentlich schmecken lasse.                      

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