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Südwest

Dossier: Alle Einzelheiten zum Fall des getöteten Unternehmers Ismail Torun

Mit einem Totengebet in einer Ludwigshafener Moschee haben am 8. Januar in Ludwigshagen mehrere Tausend Menschen Abschied von Ismail Torun genommen.

Mit einem Totengebet in einer Ludwigshafener Moschee haben am 8. Januar mehrere Tausend Menschen Abschied von Ismail Torun genommen. (Foto: Kuli)

Korku Sehri („Stadt der Angst“) titelt die türkische Zeitung Sabah über Ludwigshafen nach dem Mordfall Torun.

Korku Sehri („Stadt der Angst“) titelt die türkische Zeitung Sabah über Ludwigshafen nach dem Mordfall Torun. (Foto: ier)

Ismail Toruns Leiche lag im Bad Dürkheimer Bruch.

Ismail Toruns Leiche lag im Bad Dürkheimer Bruch. (Foto: Franck)

Ludwigshafen/Bad Dürkheim. Am 7. Januar wurde der Ludwigshafener Unternehmer Ismail Torun tot im Bad Dürkheimer Bruch gefunden.

Weitere Opfer im Blick

3.2.17, 17.25 Uhr: Die Ermittler im Mordfall Torun haben weitere Geschäftsleute identifiziert, die als mögliche Opfer schon ins Blickfeld der Täter geraten sein sollen. Entsprechende RHEINPFALZ-Informationen hat die Staatsanwaltschaft bestätigt. Betroffen ist unter anderem ein weiterer türkischstämmiger Geschäftsmann aus Ludwigshafen. (häm)

Unternehmer sind verunsichert

18.1.17, 19:23 Uhr: Nach dem Mordfall Torun herrscht laut dem Eisenberger Unternehmer Ender Önder nicht nur unter türkischstämmigen Unternehmern Verunsicherung. „Er geht alle Unternehmer mit oder ohne Migrationshintergrund etwas an“, so der Vorsitzende des Türkisch-Deutschen Unternehmerverbands (TDU). Önder kannte Ismail Torun gut, da er mit ihm zusammen den TDU gegründet hat. (tbss)

Haben Täter weitere Unternehmer kontaktiert?

17.01.17, 19:23: Die Mörder des Ludwigshafener Bauunternehmers Ismail Torun scheinen sich an weitere Geschäftsleute herangepirscht zu haben. Nach RHEINPFALZ-Informationen haben sich bei der Polizei Menschen gemeldet, die vermuten, dass auch sie in eine Falle gelockt werden sollten. Die Leiche des 49-Jährigen war bei Bad Dürkheim gefunden worden. Die Ermittler haben drei Verdächtige festgenommen, die sie auch für den Mord an einem Geschäftsmann aus Baden-Württemberg verantwortlich machen. In beiden Fällen soll es um Geld gegangen sein. (häm)

Warnung vor Panikmache

11.1.17, 16:50 Uhr: Ihsan Altindasoglu, Vorsitzender der Türkischen Gemeinde Rheinland-Pfalz, warnt vor Panikmache in türkischen Medien nach dem Mordfall Ismail Torun. Auch die Staatsanwaltschaft Frankenthal bekräftigt, es gebe derzeit keine Hinweise auf eine Gefahr für türkische Geschäftsleute in der Region. Die türkische Zeitung Sabah hatte am Dienstag einen Artikel über die Ermordung des  türkischen  Unternehmers aus Ludwigshafen  mit  „Stadt der Angst“ überschrieben.  Altindasoglu, der im Rhein-Pfalz-Kreis lebt, findet die Schlagzeile  „unverantwortlich“. In dem Artikel war der Eindruck erweckt worden, dass türkische Geschäftsleute in der Region um ihr Leben fürchten müssten. Die Staatsanwaltschaft Frankenthal unterstreicht, dass es bei den Morden an Torun und einem kroatischen Unternehmer nicht um die Nationalität, sondern um Geld ging. Die drei Tatverdächtigen seien in Haft. (ik/mix)

Türkische Medien spekulieren

Foto: ier

10.1.17, 17:36 Uhr: Die Ermordung des Ludwigshafener Unternehmers Ismail Torun (49) sorgt auch in türkischen Medien für Schlagzeilen. Es wird über die Hintergründe spekuliert. Die Staatsanwaltschaft Frankenthal mahnt unterdessen zur Besonnenheit. Es gebe keine Hinweise auf organisierte Kriminalität, die es auf Mittelständler mit Migrationshintergrund abgesehen habe. Letzteres wurde in einigen türkischen Zeitungen behauptet. Die Zeitung Sabah titelte nach dem Mordfall über Ludwigshafen: „Korku Sehri“ („Stadt der Angst“). Wie mehrfach berichtet, wurde Torun Opfer eines Gewaltverbrechens. Seine Leiche wurde vergangene Woche in Bad Dürkheim entdeckt. Drei Tatverdächtige sind am Wochenende verhaftet worden. Sie sollen Ende November auch einen anderen Geschäftsmann umgebracht haben. „Aus finanziellen Gründen“, wie Leitender Staatsanwalt Hubert Ströber am Dienstag der RHEINPFALZ sagte. (mix/ier)

Mord aus Habgier?

9.1.17, 21:10 Uhr: Die RHEINPFALZ hat mit dem ältesten Sohn des getöteten Unternehmers Ismail Torun, Eyüp Torun (28), über mögliche Hintergründe der Tat gesprochen. Er geht davon aus, dass die Täter ihr Opfer mit Drohungen dazu gezwungen haben, einige Hunderttausend Euro aufzutreiben und danach umgebracht haben. Den Tätern sei es dabei nur ums Geld gegangen. Schulden sowie religiöse oder politische Motive habe es nicht gegeben. (mix)

Verdächtiger bereits angeklagt

9.1.17, 12:35 Uhr: Einer der mutmaßlichen Mörder des deutsch-türkischen Unternehmers Ismail Torun betrieb nach RHEINPFALZ-Informationen früher eine Wellness-Oase in Frankenthal. In diesem Zusammenhang soll der 49-Jährige Betrügereien verübt haben. Deswegen steht er eigentlich derzeit in Frankenthal mit einer Komplizin vor Gericht. Diese Anklage gegen den türkischstämmigen Mann liegt nun auf Eis, weil er unter doppeltem Mordverdacht steht. Die Ermittler bringen ihn auch mit dem Tod eines 64-Jährigen in Verbindung, der im November leblos in der Nähe des Ludwigshafener Willersinn-Freibads gefunden worden war. (häm)

Drei Festnahmen

9.1.17, 12:52 Uhr: Die Polizei hat nach eigenen Angaben zwei Männer und eine Frau festgenommen, die sie für den Tod des deutsch-türkischen Unternehmers Ismail Torun aus Ludwigshafen verantwortlich macht. Die Ermittler vermuten, dass die Verdächtigen auch für den Tod eines 64-Jährigen verantwortlich sind, der im November nahe des Ludwigshafener Willersinn-Freibads gefunden worden war. Toruns Leiche war am Freitag bei Bad Dürkheim gefunden worden. Offenbar war er vor seinem Tod entführt worden. (häm)

Totengebet in Ludwigshafen

Foto: Kuli

8.1.17, 20:15: Mit einem Totengebet in einer Ludwigshafener Moschee haben am Sonntagmittag mehrere Tausend Menschen Abschied von Ismail Torun genommen. Obwohl die Ermittlungsbehörden erst am Montag offizielle Informationen geben wollen, verdichteten sich die Hinweise darauf, dass der Unternehmer Opfer eines Verbrechens geworden ist. So sprach der türkische Generalkonsul aus Mainz bei der Trauerfeier von einer "abscheulichen Tat". Torun soll vor seinem Tod entführt worden sein. Nach RHEINPFALZ-Informationen versuchte er telefonisch, von Freunden etwa eine Million Euro zu bekommen, ehe sein Leichnam am Freitag bei Bad Dürkheim gefunden wurde. Er war Geschäftsführer der Ludwigshafener Torun Group GmbH, eines Unternehmens mit nach eigenen Angaben etwa 200 Beschäftigten und Aktivitäten in Bereichen wie Isoliertechnik und Industrieservice. (rxs/ik/häm)

TDU bestätigt Tod

7.1.17, 13:07 Uhr: Der Vorsitzende des Türkisch-Deutschen Unternehmerverbands (TDU) Pfalz, Ender Önder, hat auf seiner Facebook-Seite den Tod des Ludwigshafener Unternehmers Ismail Torun bestätigt. Torun, Gründer der Torun Group GmbH in Ludwigshafen, war auch Gründungsmitglied des TDU Pfalz und später Aufsichtsratsmitglied. Zur Torun Group gehören verschiedene Firmen aus dem Automotive-, Industrietechnik und Baubereich. (mk)

Unternehmer tot aufgefunden

7.1.17, 12:29 Uhr: Ein türkischer Unternehmer aus Ludwigshafen soll am Freitag im Wald bei Bad Dürkheim tot aufgefunden worden sein. Im Internet kursieren dazu zahlreiche Meldungen. Das Polizeipräsidium Rheinpfalz in Ludwigshafen bestätigte am Samstag zwar den Fund einer Leiche, machte allerdings keinerlei weitergehende Angaben. Die Mevlana-Moschee, die türkisch-islamische Gemeinde in Ludwigshafen, bestätigte den Todesfall auf ihrer Facebook-Seite. Erst am Montag will die Polizei gemeinsam mit der Staatsanwaltschaft Auskunft geben. Diese Vorgehensweise der Ermittungsbehörden legt den Schluss nahe, dass die aufgefundene Person Opfer einer Straftat wurde. (mk)

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