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Donnerstag, 12. Oktober 2017 - 17:49 Uhr Drucken

Pfalz-Ticker

Erneut Kerosinregen über der Pfalz

Ein Airbus A 380 der Lufthansa beim Start in Frankfurt.  Foto: dpa

Ein Airbus A 380 der Lufthansa beim Start in Frankfurt. Foto: dpa

Zum dritten Mal seit Anfang Mai hat ein Passagierflugzeug über der Pfalz große Mengen Kerosin abgelassen. Dies bestätigten am Donnerstag die Deutsche Flugsicherung (DFS) und die Lufthansa auf Anfrage der RHEINPFALZ.

Fahrwerk lässt sich nicht einziehen



Betroffen ist diesmal der Lufthansa-Flug LH440, der am Dienstagvormittag nonstop von Frankfurt nach Houston/Texas fliegen soll. Kurz nach dem Start um 10.16 Uhr bemerken die Piloten nach Angaben der DFS, dass sich das Fahrwerk nicht vollständig einziehen lässt. Die Crew beschließt daraufhin, den Flug abzubrechen und nach Frankfurt zurückzukehren.

Im weiten Bogen über die Pfalz



So kurz nach dem Start haben die Düsentriebwerke aber erst eine äußerst geringe Menge ihres Treibstoffvorrates verbraucht. Damit wäre der Airbus für eine Landung viel zu schwer. Die Maschine steigt deshalb auf rund 5700 Meter, um anschließend im weiten Bogen über den Donnersbergkreis, Kaiserslautern, das Saarland, Zweibrücken, Pirmasens, den Pfälzerwald, Worms und Südhessen zurück nach Frankfurt zu fliegen.

80 Tonnen Kerosin abgelassen



Um 11 Uhr herum lässt die Maschine fast 80 Tonnen Kerosin ab. Auch zur Frage, wo genau dies geschieht, machen DFS und Lufthansa keine näheren Angaben. Auffällig ist jedoch, dass der Airbus südöstlich von Kaiserslautern eine Schleife über den Pfälzerwald fliegt. Danach hat der Jet sein zulässiges Höchstgewicht für eine Landung erreicht. Laut Lufthansa setzt die Maschine um 11.40 Uhr sicher in Frankfurt auf.

Im Jahr 20 bis 30 Mal



Zuletzt hatte im September ein Flugzeug im Luftraum über der Pfalz seinen Treibstoff unverbrannt in die Luft gesprüht. Das Verfahren, das laut Flugsicherung in der zivilen Luftfahrt rund 20 bis 30 Mal angewendet wird, stößt immer wieder auf Kritik und wird immer wieder auch politisch diskutiert. Experten zufolge ist die Menge an Kerosin, die nach dem Ablassen den Boden erreicht, unbedenklich. |jüm

 

 

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