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Dienstag, 19. September 2017

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Arnold, Matthias

 

Die endgültige Entscheidung für den Wein traf Matthias Arnold nach dem Abitur – der Kindheitstraum vom Leben als Profifußballer war passé. Seinen Zivildienst absolvierte der heute 35-Jährige beim Maschinenring. Dort arbeitete er alle sechs Wochen in einem anderen Weingut mit und lernte viel über Wein und Betriebsorganisation – manchmal auch, wie man es nicht machen soll. Nach der Winzerausbildung kam das Studium von Weinbau und Oenologie in Geisenheim. „Die Vorlesungen waren gut“, erklärt der Diplom-Ingenieur, „aber wirklich etwas über Wein gelernt habe ich abends mit Freunden am Küchentisch. Dort haben wir unzählige Weine probiert, unsere Sensorik geschult und herausgefunden, was guten Wein ausmacht.“

Seit 2005 führt der Winzer gemeinsam mit seinem Vater Franz den Traditionsbetrieb in Deidesheim. Was sich seitdem geändert hat? Der Betrieb ist deutlich gewachsen, Nachhaltigkeit und Qualität im Weinberg spielen eine noch größere Rolle. Handentblätterung oder Entfernung der Doppeltriebe, mit dem Blick auf die Rheinebene und im Rücken den Pfälzer Wald – das ist für Arnold noch schöner als Urlaub, wie er sagt.

Seine Weine mag er elegant, klar und ohne zu starken Holzeinfluss. „Ein bisschen Wumme sollen sie aber schon haben“, erklärt er. Ein solch kräftiger Wein ist auch der 2008er Riesling Spätlese trocken vom Forster Pechstein, den er auch mal zum blutigen Rumpsteak mit Bratkartoffeln trinkt. In seiner Freizeit geht der Winzer am liebsten „Susi und Ullrich besuchen“ (gemeint ist Susanne Winterling, ehemalige Pfälzische Weinkönigin, die nur einige Häuser nebenan wohnt), in die Weinbar eines Freundes oder mit Freunden Fußball schauen.

 

Ihre Pfälzische Weinkönigin

Anna Hochdörffer

 

Das Weingut:

Weingut Jul. Ferd. Kimich,

Weinstraße 54,

67142 Deidesheim,

Telefon: 06326 342,

Internet: www.weingut-kimich.de,

Rebfläche: 15,8 Hektar,

Jahresproduktion: 100.000 Liter,

Hauptrebsorte: Riesling