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Dienstag, 19. September 2017

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Leiner, Sven

 

Den Freiraum im Weingut, den ihm die Eltern gaben, nutzte Sven Leiner, denn er stellte den Betrieb in wenigen Jahren auf ökologisch und biodynamisch wirtschaftenden Weinbau um. Dies war keineswegs ein von Anfang an gestecktes Ziel. „Ich habe einfach angefangen, Dinge wegzulassen, gegen die ich mich innerlich gesträubt habe. Das fing bei der Bodenbearbeitung im Weinberg an und wurde im Keller durch Gärung ohne Reinzuchthefen fortgeführt“, erklärt der 32-Jährige seine eigene Interpretation von „Bio-Weinen“.

Heute vergären 80 Prozent seiner Weine natürlich spontan oder mit Naturhefe und viele werden nach einer Entwicklungszeit von einem weiteren Jahr im Weintank ohne Filtration abgefüllt. Der Respekt vor der Natur drückt sich bei dem Winzer vor allem in Zeit aus – Zeit, die er zusammen mit seinen Eltern den Reben im Weinberg widmet und Zeit, die er dem Wein im Keller und auf der Flasche zur Reife gibt. Markenzeichen des Weingutes sind mittlerweile auch die „fleißigsten Mitarbeiter“ im Weinberg, die Käfer, Kräuter, Würmer und Schnecken, die durch Preisliste, Infoflyer und Etikett krabbeln.

Auch wenn das Mitglied der Südpfalz Connexion eigentlich ein vehementer Vertreter traditioneller Rebsorten ist und auf deren Stärken setzt, baut er aus einer Weinidee heraus seit Jahren Tempranillo im Versuchsanbau an. Bei den Kunden komme er gut an und so sei jetzt bereits der 2006er Jahrgang im Verkauf. Sein Motto rund um den Wein: „Wenn ich das Gefühl habe, das ist der richtige Weg für uns, dann gehen wir den, und zwar ganz konsequent, ohne Versuche.“

 

Ihre Pfälzische Weinkönigin

Anna Hochdörffer

 

Das Weingut:

Weingut Jürgen Leiner,

Arzheimer Straße 14,

76831 Ilbesheim,

Telefon: 06341 30621,

Internet: www.weingut-leiner.de,

Rebfläche: 14,5 Hektar,

Jahresproduktion: 100.000 Liter,

Hauptrebsorten: Riesling und Burgundersorten