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Samstag, 23. September 2017

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Koch, Matthias

 

„Bub lern was gscheids!“, sagten die Eltern, die in Ellerstadt einen kleinen Weinbaubetrieb im Nebenerwerb führten. Doch Matthias Koch wollte eigentlich schon immer Winzer werden.

Nach dem Abitur studierte er zunächst Biologie an der TU München. Doch durch eine Erkrankung des Vaters kam er mit seiner Lebensgefährtin Verena zurück in die Pfalz. Heute ist Koch Biologe und „ungelernter Winzer“ und macht das, was er immer wollte. Einblicke in die Weinbaupraxis und -theorie wagte Koch beim Weingut Reichsrat von Buhl in Deidesheim und am Dienstleistungszentrum Ländlicher Raum in Mußbach. 1993 übernahm er das Leistadter Weingut Emil Brenneis und fügte seinen Familiennamen an: die Geburtsstunde des Weingutes Brenneis-Koch.

Der elterliche Betrieb in Ellerstadt war durch rote, das Leistadter Weingut durch weiße Rebsorten geprägt. Heute bewirtschaftet Koch 40 Prozent Riesling und 15 Prozent Spätburgunder als Hauptrebsorten. Einige für die Pfalz eher exotische Rebsorten runden das Sortiment ab. Für Koch sind Nebbiolo, Syrah und Viognier „traditionelle europäische Leitsorten, die die Weinlandschaft in der Pfalz bereichern“.

In der Weinbereitung setzt Koch auf 100 Prozent Handlese. „1999 lief bei uns der letzte Vollernter“. Im Keller besteht ein großer Teil der Gebinde aus Holzfässern, denn alle Rotweine lagern im kleinen oder großen Holz. Und dann kommt das gewisse Etwas: „Ich habe noch nie, seit ich Wein mache, einen Rotwein filtriert“, berichtet Koch. Um aber das Optimum auf die Flasche bringen zu können ist für Matthias Koch wichtig, dass „jede Rebsorte auf dem richtigen Platz“ steht. Seine liebste weiße Rebsorte, der Riesling etwa, steht auf kalkhaltigen Südhängen.

 

Ihre Pfälzische Weinkönigin

Andrea Römmich

 

Das Weingut:

Weingut Brenneis-Koch,

Freimersheimerstraße 2,

67098 Bad Dürkheim-Leistadt,

Telefon: 06322 1898,

Internet: www.brenneis-koch.de,

Rebfläche: 9 Hektar,

Jahresproduktion: 60.000 Flaschen,

Hauptsorten: Riesling, Spätburgunder