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Sonntag, 24. September 2017

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Bernhart, Gerd

 

„…und mittendrin ein Grenzstein. Der rechte Stock steht in Frankreich, der linke in Deutschland.“ Wenn die Deutsch-französische Grenze mitten durch einen Weinberg verläuft, sind wir in Schweigen, in einem Rieslingweinberg von Gerd Bernhart. Was ich daran besonders witzig finde: Die Rebe des linken Stocks ist über den Grenzstein gebogen. Seine Trauben hängen also in Frankreich, obwohl er auf Deutschem Boden wächst.

„Trotzdem gibt es einen Wein“, berichtet der Weinbautechniker. Zehn Hektar seiner Rebfläche stehen auf Elsässischem Boden und trotzdem produziert er nur Pfälzer Wein, da die Trauben in Schweigen verarbeitet werden. Elsässisch geprägt seien seine Weine in Sachen Rebsorten und Boden aber schon. „Traditionelle Rebsorten wie Gewürztraminer und Grauburgunder haben deshalb einen hohen Stellenwert bei uns“, so der sympathische Winzer. Er schafft es mit großem Erfolg, aus dieser Elsässisch-Pfälzischen Mischung großartige Weine zu vinifizieren.

Seit er 1997 das Weingut von seinem Vater übernommen hat, schaffte er es, die Rebfläche zu verdoppeln. Außerdem wurde er 2004 in den Verband Deutscher Prädikatsweingüter (VDP) aufgenommen, was „unsere höchste Auszeichnung ist“, so Bernhart.

Auch wenn er bescheiden erklärt, „nur das herauskitzeln, was es hier in Schweigen besonderes gibt“, so ist doch klar, dass solche Weine nicht von ungefähr kommen können. Seine sehr harmonischen, weichen und ausgewogenen Spätburgunder – ein Drittel seiner Produktion – sind wirklich einzigartig in der Pfalz. Kein Handgriff ist dem bodenständigen Gerd Bernhart für seine herausragenden Weine zu viel. Auch nicht die durch die beiden Standorte, Frankreich und Deutschland, anfallende doppelte Bürokratie.

 

Ihre Pfälzische Weinkönigin

Andrea Römmich

 

Das Weingut:

Weingut Bernhart,

Hauptstraße 8,

76889 Schweigen,

Telefon: 06342 7202,

Internet: www.weingut-bernhart.de,

Rebfläche: 16 Hektar,

Jahresproduktion: 120.000 Flaschen, Hauptrebsorte: Spätburgunder