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Dienstag, 19. September 2017

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Wilker, Jürgen

 

„Qualität stellt sich ein, wenn man viele kleine Schritte geht“, lautet das Prinzip von Jürgen Wilker. Doch bis dahin war es für den Weinbautechniker ein langer Weg. Vom Austrieb bis hin zur Weinlese wird heute regelmäßig selektioniert. Als er vor fast 25 Jahren zum ersten Mal Trauben herausschnitt, meldeten aufmerksame Dorfbewohner dem Winzer eine vermeintliche Straftat. Auch die Großeltern zeigten sich nicht begeistert und nannten die Traubenausdünnung einen „Frevel an der Natur“. „Es gab immer wieder Reibungspunkte, aber letztendlich habe ich den Weg der Qualitätssteigerung eingeschlagen“, berichtet der 44- jährige.

Ein weiterer Unterschied zur Arbeit des Vaters, der mit dem Flaschenweinbau begann, war der Umgang mit dem Holzfass. Wurde früher erst einmal der schlechteste Wein in ein neues Holzfass gelegt um die Holznoten heraus zu waschen, so wird heute genau konträr gearbeitet, um mit Holz- und Röstaromen den Wein zu verfeinern. So hat auch der Lieblingswein des Winzers leichte Holznoten: Ein 2011er Chardonnay trocken Schlossberg, den er am liebsten in Verbindung mit einer gegrillten Dorade genießt.

Vom 2011er Jahrgang ist er sowieso sehr begeistert. Seine fruchtbetonte, sehr ausgereifte Art entspricht genau seinen Vorstellungen, wie ein Wein sein sollte: klar, fruchtig und ohne viel Schnickschnack. Und wenn Jürgen Wilker abends seine Kellertür abschließt, bleibt selten Zeit für Ruhe. Einmal die Woche geht er schwimmen, er spielt Theater in einer Laienspielgruppe im Dorf und geht, wie könnte es für einen Pfälzer anders sein, leidenschaftlich gerne gut essen und guten Wein trinken.

 

Ihre Pfälzische Weinkönigin

Anna Hochdörffer

 

Das Weingut:

Weingut Wilker,

Hauptstraße 30,

76889 Pleisweiler-Oberhofen,

Telefon: 06343 2202,

Internet: www.wilker.de/weingut

Rebfläche: 19 Hektar,

Jahresproduktion: ca. 100.000 Liter,

Hauptrebsorten: Riesling und Burgundersorten