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Montag, 25. September 2017

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Terrassenweine

 

Unter Terrassenweinen kann man verschiedenes verstehen. Zum einen die Weine, die man an lauen Sommerabenden auf der Terrasse trinken kann. Zum anderen die Weine, die an Terrassen angebaut werden.

Vor allem das Anbaugebiet Mosel mit der Region Untermosel ist bekannt für diese Art der Weinbergsanlage, daher auch Terrassenmosel genannt. Doch auch in der Pfalz gibt es noch vereinzelt einige Terrassen, auf denen edle Reben wachsen.

Meist ist diese Anlagenart an steilen Hängen zu finden. Durch den Bau dieser Terrassen wurde der Weinberg abgestuft und die Arbeit des Winzers damit erleichtert. Hinzu kommt, dass dieser Anbau hilft, die Bodenerosion zu vermeiden.

Die Terrassen sind oft den Geländeformen angepasst, weshalb sich unregelmäßige Zeilenabstände im Weinberg ergeben können. In früheren Jahrhunderten sind diese von Hand entstanden und mit sehr aufwändigen Stützmauern versehen. Die Mauersteine wurden aus Gesteinen der Umgebung gehauen und bestehen meist aus Sandstein, Muschelkalk, Schiefergestein, Syenit oder Flusskiesel.

Heutzutage wäre ein solcher Umbau mit der Hand zur Terrassenlage aus Kostengründen unerschwinglich, weshalb Planierraupen eingesetzt werden. Die Kosten hierfür sind jedoch auch sehr hoch, daher sind die Produkte dieser Weinberge in der Regel preislich hoch angesiedelt.

Alternativ zum Terrassenbau können die Reben auch senkrecht zum Hang angebaut werden, um Kosten zu sparen. Jedoch kann es vor allem in Steillagen zu starken Bodenerosionen kommen und bei der Kultivierung des Weinberges muss fast komplett auf maschinelle Hilfe verzichtet werden.

 

Karen Storck

 

Pfälzische Weinkönign