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Montag, 25. September 2017

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Flaschengröße

 

Das Wort Weinflasche gilt als Überbegriff und sagt aus, dass es sich um ein gläsernes, meist kegelförmiges und verschließbares Weingefäß handelt.

Dass es unterschiedliche Flaschenformen gibt, sieht man in jedem Weinfachhandel oder auch beim Winzer auf Anhieb. Jede dieser Flaschenformen hat einen eigenen Namen. Doch auch die Flaschengrößen mit ihren verschiedenen Volumina haben unterschiedliche Bezeichnungen. Da Wein in kleineren Flaschen schneller reift, als er es in großen Flaschen tut, wurden die unterschiedlichsten Flaschengrößen kreiert. Winzer füllen Weine mit besonders guter Qualität daher gerne in größeren Flaschen ab. Im allgemeinen Sprachgebrauch sagen uns Picolo (0,25 l), Normalflasche/Bouteille (0,75 l), Literflasche (1,0 l) oder Magnum (1,5 l) einiges über das Flaschenvolumen.

Doch auch Jéroboam (4,5 l oder 5,0 l), Impériale (6,0 l), Salmanzar (9,0 l), Balthasar (12,0 l), Nebukadnezar (15,0 l), Goliath (18,0 l) oder Solomon (20,0 l) sind Bezeichnungen unterschiedlicher Weinflaschengrößen. Diese gelten teilweise auch für Sektflaschen, wobei es für die Schaumweine einige Besonderheiten gibt: Jéroboam hat hier nur 3 Liter Inhalt; Rehoboam fasst 4,5 Liter und Methusalem heißt die Flasche mit 6 Litern Inhalt. Die Bezeichnungen leiten sich von Königen, Kriegern oder bedeutenden Figuren des alten Testamentes ab.

Da der Weinmarkt jedoch die Füllmenge auf den Weinkonsumenten abstimmt, werden diese großen Flaschen eher selten bis gar nicht verwendet. Denn wenn eine Weinflasche einmal geöffnet ist, sollte sie leer getrunken werden, weil geöffneter Wein schnell verfällt – und es ist schwer, zwölf Liter auf einmal zu trinken. Ganz abgesehen von dem Gewicht der Flasche.

Doch gerade wegen ihrer Seltenheit ist es ein echtes Erlebnis, Wein aus einer solchen Flasche zu trinken!

 

Karen Storck

 

Pfälzische Weinkönigin