Schließen x

Anmelden

»Registrieren     »Passwort vergessen

Zum Einzelverkauf der Ausgabe als PDF
Montag, 25. September 2017

21°C

Elwetritschjagd

 

Schon in frühster Kindheit weiß jeder Pfälzer, was eine Elwetritsch ist und wo sie wohnt. Meist im Unterholz oder in Büschen lebend, erwachen die Tritschen bei Abenddämmerung und wenn es erst richtig dunkel ist, schlüpfen sie aus ihrem Versteck. Meist sind sie auf Partner- oder Futtersuche, wenn sie von Jägern überrascht werden.

Wer eine Elwetritsch jagen möchte, muss einige Regeln beachten. Zuerst einmal braucht man mindestens zwei Freunde, jeder muss mindestens zwei Schoppen Wein getrunken haben. Nun benötigt man natürlich noch die Jagdausrüstung, und diese besteht aus einer Öllampe, einem „Grummbeersack“, einigen Flaschen Wein und einem langen Stab. Der Wein ist für die Jagd enorm wichtig, da man ohne diesen zu trinken keine Elwetrisch sehen kann.

Die Ähnlichkeit zu Huhn, Ente, Gans wurde von allen Beobachtern bestätigt. Sie besitze einen sehr langen Schnabel, einen viel zu langen Hals und die Flügel wären zu klein zum Fliegen, weshalb eine Elwetritsch nur „viel Wind um nichts“ machen kann. Die Besonderheit am Aussehen der Tritsch ist zudem, dass der Vogel sich seinem Lebensraum anpasst. An Hängen lebende Wesen haben manchmal unterschiedlich lange Beine, um die Schräge des Hanges auszugleichen. Manche haben wiederum sechs Beine oder andere benötigen zum Laufen nur zwei. Das Gefieder oder Fell einer Elwetritsch kann (muss aber nicht!) sich nach Jahreszeit ändern, sodass in der warmen Jahreszeit ein buntes, im Winter ein braunes Fellgefieder zu sehen ist.

 

Karen Storck

 

Pfälzische Weinkönigin