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Montag, 25. September 2017

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Zellertal

 

Am Rande des Mainzer Beckens in der Marnheimer Bucht liegt das kleine idyllische Zellertal, das sich entlang der Pfrimm von Marnheim bis nach Monsheim zieht. Geprägt von Weinbau und Landwirtschaft ist das Zellertal die nördlichste Weinanbauregion in der Pfalz.

Benannt wurde das Tal nach der Ortschaft Zell, die in der Mitte des Tales auf dem Berg thront. Der Heilige Philipp von Zell errichtete um das Jahr 750 n.Chr. hier seine „Cellula“ (lat. Zelle). Auf dem Weg von Rom, wo er zum Priester geweiht wurde, ließ er sich als Einsiedler in der Natur nieder und errichtete eine Kapelle mit Klause für den Heiligen Michael. Schon zu Lebzeiten wurde er als Heiliger verehrt und Pilger machten sich auf den Weg nach Zell um von ihm geweiht und gesegnet zu werden.

Zwischen Zell und Mölsheim an der heutigen Panoramastraße errichtete er ein Holzkreuz, welches im Laufe der Jahre schwarz wurde. Nach diesem Kreuz wurde die Einzellage „Zeller Schwarzer Herrgott“ benannt. Heute steht an der Stelle des Kreuzes das Wahrzeichen des Tales, das Zellertaler Kriegerdenkmal. Es wurde 1928 zu Ehren der Gefallenen im Ersten Weltkrieg errichtet. Das Kreuz wurde in geschnitzter Form wieder errichtet und steht gegenüber dem Denkmal.

Das Tal unterhalb wurde somit zum „Zeller Tal“ und 1976 schlossen sich die drei Gemeinden Harxheim, Niefernheim und Zell zur Ortsgemeinde Zellertal zusammen. Die Großlage „Zeller Schnepfenflug“ ist in 15 Einzellagen unterteilt, auf welchen Müller-Thurgau, Riesling und Dornfelder als Hauptrebsorten wachsen.

Die Besonderheit im Zellertal ist, dass es das Tor zwischen Rheinhessen und der Pfalz ist. So ist es einmalig, das in einer Region zwei Weinanbaugebiete vereint sind.

 

Karen Storck

 

Pfälzische Weinkönigin