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Montag, 25. September 2017

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Küfer

 

Die Bezeichnung Küfer leitet sich von der Küferei (Fassbinderei) her. Man muss aber grundsätzlich unterscheiden, welcher Küfer gemeint ist.

 

So gibt es zum einen den Fassküfer, dessen handwerklichem Geschick es zu verdanken ist, dass die guten Rotweine in Holz- oder Barriquefässern eingelagert werden können. Zur Herstellung dieser Behältnisse werden Dauben, speziell geformte Holzstücke, passend zusammengesetzt und mit hölzernen oder eisernen Fassreifen versehen, welche die Dauben zusammenhalten. Was sich jetzt relativ simpel anhört, ist jedoch ein harter Beruf, denn die Holzstücke müssen perfekt zusammengesetzt werden, damit das Fass nicht undicht wird.

 

Zum anderen gibt es noch den Weinküfer, dessen Bezeichnung sich ebenfalls von Küferei ableiten lässt, denn der Weinküfer war im ursprünglichen Sinne der Fassmeister des Kellers, der Herstellung, Aufstellung und Wartung der Fässer in seiner Obhut hatte. Etwas anders stellt sich der heutige Aufgabenbereich dar, welcher die Kellerarbeit bei der Weinherstellung umfasst. Der Küfer nimmt die Trauben nach der Weinlese entgegen und überprüft deren Mostgewicht und Säure. Unter seiner Aufsicht wird die Lese gekeltert und dann gilt seine ganze Aufmerksamkeit dem Gärprozess und der beginnenden Reife des Weines. Durch regelmäßiges Verkosten und die labortechnische Überprüfung des Weines kann der Weinküfer auf geringste Veränderungen der Qualitätsmerkmale reagieren.

 

Was einmal mit einem Berufbild in unterschiedlichen „Werkstätten" begann und zu unterschiedlichen Berufszweigen wurde, gehört jedoch immer noch zusammen. So haben sich die Küfer im Verband des deutschen Fass- und Weinküferhandwerkes e.V. zusammengeschlossen.

 

Karen Storck

 

Pfälzische Weinkönigin