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Donnerstag, 21. September 2017

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Bentonit

 

Bentonit ist ein tonhaltiges Gestein, das durch Verwitterung vulkanischer Asche oder durch Meteoriteneinschläge entstanden ist. Der Name leitet sich von seiner Fundstätte bei Fort Benton im Staat Wyoming in den USA ab, in dessen Nähe 1890 das Tonvorkommen von einem amerikanischen Geologen entdeckt wurde.

Bentonite werden seit etwa 1945 wegen ihres hohen Adsorptionsvermögens (Anlagerung von gelösten oder gasförmigen Stoffen) und ihrer guten Quellbarkeit in der Weinindustrie eingesetzt. Man erreicht dadurch, dass das im Most und Wein enthaltene wärmelabile Eiweiß ausgeschieden werden kann, das zum Teil für Kopfschmerzen nach dem Weingenuss verantwortlich sein und eine spätere Trübung des Weines hervorrufen kann.

Hauptbestandteil des Bentonit ist das Montmorillonit, ein Tonmineral, welches maßgebend für die Eigenschaften ist und nach einer Lagerstätte bei Montmorillon in Südfrankreich benannt ist. Bentonit enthält außerdem auch noch Quarz, Feldspat, Pyrit oder Kalk.

Bei der Anwendung wird das Bentonit mit Wasser zum Quellen gebracht. Der Wasserrest wird abgegossen. Dann kommt das gequellte Bentonit unter Rühren zum Wein. Es lagert das Eiweiß, Aromastoffe, Gerbstoffe (gut bei Weißwein) und Farbstoffe an. Nach drei bis sechs Tagen wird der Wein von dem Bentonit durch einen Abstich getrennt. Durch Einfluss auf Aromen findet die Anwendung meist im Moststadium statt, um sekundäre Aromen nicht zu verlieren. Bei Rotwein findet diese sogenannte „Bentonit-Schönung“ wegen des Farbverlustes keinen Einsatz.

 

Gabi Klein

 

Pfälzische Weinkönigin