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Montag, 25. September 2017

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Dickmaulrüssler

 

Der Dickmaulrüssler gehört zu der Gruppe der Rüsselkäfer und war früher einer der am meisten gefürchteten Rebschädlinge. Heute tritt er jedoch nur noch gelegentlich auf.

Dieser grau-schwarze Käfer mit braunem Hinterleib, auch Otiorrhynchus sulcatus genannt, ist ein Knospenschädling. Er verlässt im Frühjahr den Boden, um ab dem Knospenschwellen zu fressen. Dies geschieht immer nachts, da der Dickmaulrüssler ein nachtaktiver Käfer ist. Tagsüber verweilt er am Boden. Er bohrt die Knospen an und höhlt sie anschließend aus. Bei diesem Knospenfraß verursacht der Käfer sogenannte „Augenausfälle“. Anschließend folgt nach dem Austrieb im Sommer das Fressen an den jungen Blättern und Reben.

Die Eiablage des Dickmaulrüsslers erfolgt ab Mai im Bodenbereich. Nach ein bis drei Wochen schlüpfen dann die Larven, welche an den jungen Wurzeln fressen, um sich dort zu entwickeln. Anschließend machen sie sich auch über die älteren Wurzeln und die Wurzelstangen her. Ist die Larve ausgewachsen, überwintert sie im Boden, um sich im folgenden Frühjahr im Boden zu verpuppen. Nach drei bis sechs Wochen schlüpfen dann die Käfer.

Die Dickmaulrüssler können zwei bis drei Jahre leben und in dieser Zeit bis zu 800 Eier ablegen. Durch seine zusammengewachsenen Deckflügel kann der Käfer nicht fliegen, ist aber ein sehr guter Läufer, wodurch schnell neue Befallsgebiete und Wirtspflanzen besiedelt werden können. Insbesondere bevorzugt er lockere, sandige Böden, in denen er sich gut entwickeln kann.

 

Gabi Klein

 

Pfälzische Weinkönigin