Schließen x

Anmelden

»Registrieren     »Passwort vergessen

Zum Einzelverkauf der Ausgabe als PDF
Montag, 25. September 2017

21°C

Assemblage

 

Der Begriff stammt aus dem Französischen und bedeutet übersetzt: Zusammenfügen, Vereinigen. Eine Assemblage ist eine kunstvolle Zusammenstellung (Verschnitt) von Weinen verschiedener Rebsorten und Jahrgänge. Vielen ist das Ergebnis einer Assemblage auch als Cuvée bekannt.

An der Entwicklung des Verfahrens soll der Benediktinermönch Dom Pierre Pérignon, der von 1638 bis 1715 lebte, maßgeblichen Anteil gehabt haben. Es ist eine Kunst, welche früher streng geheim gehalten wurde.

Das Prinzip der Assemblage: Die Trauben werden nach Sorten getrennt gelesen und der Most gesondert vinifiziert. Entsprechend werden die Weine in verschiedenen Tanks oder Holzfässern getrennt ausgebaut. Der Kellermeister entnimmt danach jedem Fass eine Flasche und vermischt die einzelnen Weine mit Hilfe von Messbechern im richtigen Verhältnis. Danach verkosten mehrere Personen diese Mischung. Schmeckt sie nicht, werden neue Mischungen versucht, bis das optimale Ergebnis gefunden ist. Danach werden die einzelnen Fassinhalte in genau diesem Verhältnis miteinander verschnitten. Das geschieht im Most-Stadium oder mit fertigen Weinen.

Der Vorteil der Assemblage liegt vor allem darin, dass man die Schwächen einzelner Weine durch einen größeren Anteil besser gereifter Weine ausgleichen kann, vor allem in Jahren, in denen nicht alle Trauben den optimalen Reifegrad erreicht haben oder verwässert in den Keller kommen. Das Ziel der Assemblage ist es, ein hochwertigeres Endprodukt zu erhalten. Bei Markenweinen wird dieses Verfahren angewendet, um jedes Jahr möglichst identische Geschmacksbilder zu erreichen.

 

Gabi Klein

 

Pfälzische Weinkönigin