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Samstag, 21. Oktober 2017

20°C

Peronospora

 

Der auch unter der Bezeichnung Falscher Mehltau bekannte Pilz (Plasmopara viticola) wurde um das Jahr 1878 aus Nordamerika nach Europa eingeschleppt und hält seit dem die Winzer auf Trab. Die ersten Schäden erkennt man an den Blättern, wenn diese sich an manchen Stellen gelblich färben. Diese Stellen nennt man Ölflecken und sie sind der erste Beweis, dass die Peronospora in der Anlage ausgebrochen ist. So lange es nur bei den Ölflecken bleibt, gibt es noch kein großes Problem. Doch werden die Gescheine vor oder während der Blüte betroffen, färben sie sich braun und sterben ab, was zu hohen Ertragsausfällen führen kann.

Auch nach der Blüte bis zum Reifebeginn können die jungen Beeren noch befallen werden. In diesem Fall schrumpeln die Beeren zusammen und färben sich lila. Lederbeeren werden sie dann genannt, und um Wein aus ihnen zu machen, sind sie dann nicht mehr geeignet. Nach dem Reifebeginn kann ihnen die Peronospora hingegen nichts mehr anhaben, da sie nur durch die Spaltöffnungen in das Gewebe eindringt. Und in diesem Stadium schließen die Beeren diese.

Besonders durch Peronospora gefährdet sind die Reben, wenn die Nächte warm sind und eine hohe Luftfeuchtigkeit aufweisen. Denn dunkel, warm und feucht sind die optimalen Voraussetzungen für die Sporenbildung. In einer solchen Nacht oder während der Dämmerung kann sich der Befall schlagartig ausbreiten.

Im ökologischen Weinbau gilt der Falsche Mehltau als eine der am schwersten zu bekämpfenden Krankheiten. Wichtig ist es, vorbeugend zu handeln, etwa durch intensive Laubarbeiten. Bei geringerer Verdichtung trocknet die Laubwand besser ab und der Pilz bekommt nicht die feuchte Umgebung, die er benötigt.

 

Patricia Frank

 

Pfälzische Weinkönigin