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Samstag, 21. Oktober 2017

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Domina

 

Der Name dieser Rebsorte regt immer wieder gerne zum Schmunzeln an oder, zu vorgerückter Stunde, auch zu blöden Sprüchen. Dabei bedeutet Domina einfach nur Herrin, was eigentlich ein schmeichelnder Name ist.

Gezüchtet wurde Domina im Jahre 1927 aus Portugieser und Spätburgunder. 1974 schaffte sie den Sprung und wurde in die Sortenliste eingetragen. Seitdem profitiert sie vom Rotweinboom in Deutschland und bedeckt mittlerweile über 400 Hektar der deutschen Rebfläche. Besonders häufig findet man sie in Franken und an der Ahr, doch auch in der Pfalz kann man Dominaweine verkosten.

Die Weine sind sehr angenehm zu trinken und auf Grund ihrer relativ hohen Säure und den kräftigen Gerbstoffen durchaus auch zum längeren Lagern geeignet. Domina bringt also sehr kräftige aber dennoch fruchtige Rotweine hervor, womit sie perfekt in das deutsche Rotweinsortiment passt.

Allerdings hat die Domina es nicht leicht, sich als Rebsorte zu etablieren. Von den Verbrauchern zwar durchaus akzeptiert, tun sich die Winzer schwer, sie anzubauen.

Die Herrin erhebt höchste Ansprüche, was die Lage angeht. Mit diesen Ansprüchen macht sie nämlich dem Spätburgunder Konkurrenz, der ebenfalls tiefgründige und warme Böden bevorzugt. Muss sich der Winzer im Anbau zwischen diesen beiden Sorten entscheiden, tendiert er doch lieber zum altbewährten und ihm ans Herz gewachsenen Spätburgunder.

Haben Sie dennoch einmal die Möglichkeit, Domina zu probieren, tun Sie es. Sie werden es mit Sicherheit nicht bereuen.

 

Patricia Frank

 

Pfälzische Weinkönigin