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Montag, 25. September 2017

21°C

Wasserschoss

 

Wasserschosse sind so genannte wilde Triebe, die einfach ungefragt am mehrjährigen Holz der Rebe, also an den Stämmchen, wachsen. Damit ein Verwildern der Reben verhindert wird, werden diese Triebe in der Regel vom Stamm entfernt, also ausgebrochen. Im Sommer können diese Wasserschosse dem Winzer schon ziemlich auf die Nerven gehen, denn sie sind es, die das Ausbrechen in einem hohen Maße notwendig werden lassen.

Die Rebe ist ein Lianengewächs, die den Drang hat, nach oben zu wachsen, wobei sie nach unten hin verkahlt. Je älter und wachstumsschwächer eine Rebe wird, desto seltener entstehen auch Wasserschosse, was natürlich rebsortenabhängig ist.

Es gibt Situationen, in denen sich der Winzer über Wasserschosse freuen kann, wenn die Stämme mit zunehmendem Alter mehr und mehr von unten nach oben verkahlen und die Fruchtrute deshalb immer weiter oben angeschnitten werden muss. Damit sie nach dem Biegen nicht in den nächsten Stock reicht, muss sie zwangsläufig kürzer angeschnitten werden. Wachsen in diesem Stadium Wasserschosse, werden sie dazu genutzt, um im Idealfall in der ursprünglichen Höhe der Rute einen Zapfen anzuschneiden. Aus diesem Zapfen wachsen im darauf folgenden Jahr dann wieder junge Triebe, von denen man eine dann als Fruchtrute verwenden kann.

Direkt als Fruchtrute benutzt man Wasserschosse aber ungern, da sie weniger fruchtbar sind als Triebe, die auf zweijährigem Holz, also auf den Zapfen wachsen.

 

Patricia Frank

 

Pfälzische Weinkönigin