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Montag, 25. September 2017

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Cabernet Dorsa

 

Der Cabernet Dorsa ist eine neu gezüchtete Rebsorte, die 1971 erstmals an der Staatlichen Lehr- und Versuchsanstalt für Wein- und Obstanbau in Weinsberg vorgestellt wurde. Die Rebe ist eine Kreuzung (Mutter x Vater) aus den Rebsorten Dornfelder und Cabernet Sauvignon. Im Herbst 1972 wurden die ersten 117 Sämlinge im Versuchsanbau gepflanzt und 1977 konnten die ersten Trauben gelesen werden. Den Sortenschutz und die Zulassung erteilte das deutsche Bundessortenamt Ende 2003. Die Anbaufläche betrug im Jahr 2006 etwa 216 Hektar.

Die neu gezüchtete Rotwein-Rebe gedeiht besonders gut in Burgunder- und Silvaner-Lagen und die Traubenreife ist mittel bis spät. Der Cabernet Dorsa erzielt höhere Mostgewichte als der Dornfelder oder der Spätburgunder. Der Wein hat einen vollmundigen Charakter sowie leichte Tannine, die an den Lemberger erinnern. Cabernet Dorsa-Weine eignen sich auch gut für den Barriqueausbau und benötigen eine ausreichende Holzfasslagerung.

Die neue Rotweinsorte erweitert eindeutig die Palette der Rotweine. Der farbintensive Wein ist manchmal gerbstoffbetont und zeigt ein schönes Fruchtspiel mit deutlichen Kirscharomen. Generell bestechen die Cabernet Dorsa-Weine durch eine ausgewogene Harmonie, viel Körper und große Nachhaltigkeit am Gaumen. Die charakteristische grüne Paprika des Cabernet Sauvignon ist zu finden und macht den Wein unverwechselbar.

Die qualitativ hochwertigen, dichten und nachhaltigen Weine haben traditionellen und internationalen Charakter, wobei die Cabernet- beziehungsweise Merlot-Art spürbar aber nicht aufdringlich ist. Damit nehmen die Weine eine angenehme Zwischenstellung zwischen fruchtigem „deutschen“ Typ und gerbstoffbetonten „internationalen Typ“ ein.

 

Julia Becker

 

Pfälzische Weinkönigin