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Montag, 25. September 2017

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Weißburgunder

 

Der Ursprung dieser Weißweinrebsorte liegt im 14. Jahrhundert. Sie zählt zur großen Familie der Burgunder und ist eine Fortsetzung der Mutationskette von Spätburgunder über Grauburgunder. Die deutschen Winzer entdecken immer mehr den Wert dieser eleganten Rebsorte. Seit mehreren Jahrzehnten wird ein stetiger Aufwärtstrend beobachtet. Dies bedeutete eine Verdopplung der Rebfläche innerhalb der letzten zehn Jahre. Aktuell sind 3.500 Hektar oder gut 3,5 Prozent der Rebflächen Deutschlands mit Weißburgunder bestockt. Das Anbaugebiet Baden gilt als eine Hochburg des Weißburgunders, ebenso die Pfalz und Rheinhessen.

Er stellt große Ansprüche an Boden und Klima. Die Rebsorte bevorzugt warme, möglichst tiefgründige und kräftige Böden sowie trockene und warme Lagen. Im Anbau bereitet der Weißburgunder kaum Probleme und kann durch lange Reifezeit hohe Mostgewichte erreichen. Der Wein präsentiert sich blass- bis hellgelb im Glas und sein Duft ist zart und verhalten. Er besitzt ein dezentes Aroma, das häufig an grüne Nüsse, Birne, Quitte, Aprikose oder frische Melonen erinnert. Elegante Weißburgunder, trocken ausgebaut, mit frischer Säure und feiner Frucht sind ideale Menüweine, die besonders gut mit leichter Küche harmonieren und in der Spargelsaison sehr beliebt sind.

Neben leichten Sommerweinen finden sich kraftvolle Abfüllungen bis hin zu trockenen Prädikatsweinen, wobei im Spät- und Auslesebereich auch Barriqueweine erzeugt werden können. Barriqueweine sollten jedoch, obwohl es dafür keine gesetzlichen Vorgaben gibt, mindestens die Qualitätsstufe „Auslese“ aufweisen. Zudem sind edelsüße Weine und erfrischende Weißburgundersekte in begrenzter Anzahl verfügbar.

 

Julia Becker

 

Pfälzische Weinkönigin