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Samstag, 21. Oktober 2017

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Acolon

 

Der Acolon ist eine der neueren deutschen roten Rebsorten und wurde 1971 von der Staatlichen Lehr- und Versuchsanstalt für Wein- und Obstbau in Weinsberg (Württemberg) aus den Rebsorten Lemberger (Blaufränkisch) und Dornfelder gezüchtet. Die erfolgreiche Züchtung kam erst zu Beginn dieses Jahrhunderts mit etwa 100 Hektar an 500 Standorten in den Versuchsanbau. Den Sortenschutz, der bereits 1996 beantragt wurde, erhielt die Rebsorte zusammen mit der Zulassung 2002 durch das Bundessortenamt.

Der Acolon wird vorwiegend in Württemberg, Rheinhessen, der Pfalz und in Franken angebaut. In den deutschen Anbaugebieten sind aktuell etwa 460 Hektar der Rebfläche mit Acolon bestockt. Mit ihrer Züchtung ist die Rebsorte ideal auf die deutschen Anbaubedingungen angepasst und hat somit einige Vorteile gegenüber anderen traditionellen und weltweit angebauten Rebsorten. Ein Anbau wird auf Lagen empfohlen, in denen auch Spätburgunder und Schwarzriesling gut gedeihen.

Mit einem späteren Austrieb sowie früher und höherer Beerenreife ist diese Rebsorte in ihrer Eigenschaft dem Lemberger ähnlich. Die Rebsorte erreicht beachtliche Mostgewichte und die Weine besitzen eine hohe Farbintensität. Hier hat sich die Eigenschaft des Dornfelders gegenüber dem Lemberger durchgesetzt. Der Ausbau des Acolon erfolgt nicht nur sortenrein traditionell oder teilweise im Barrique, sondern wird gerne auch für ein Cuvée benutzt.

Neben feinen Fruchtaromen weisen die Acolon-Weine eine gute Struktur und Nachhaltigkeit im Geschmack sowie eine dezente Gerbstoffnote (= Tannine) auf. Die Weine passen – je nach Ausbaustil – zu nicht allzu schweren bis kräftigen Fleischgerichten.

 

Julia Becker

 

Pfälzische Weinkönigin