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Montag, 25. September 2017

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Baden

 

Das Weinbaugebiet Baden erstreckt sich mit seinen etwa 16.000 Hektar Rebfläche fast 500 Kilometer vom Neckar im Norden bis zur Schweizer Grenze im Süden. Der größte Teil der Weinbergsfläche liegt im Rheingraben und seinen Seitentälern, mit Ausnahme kleiner Inseln am Bodensee und im fränkischen Taubertal.

Im südlichsten Anbaugebiet Deutschlands gelten andere Weinregeln, denn in Baden wird das „B“ groß geschrieben! Als einziges deutsches Weinanbaugebiet gehört es zur weinrechtlichen EU-Weinbauzone B. Damit steht es mit den Anbaugebieten Champagne, Elsass, Loire, Savoyen und Jura auf klimatischer Augenhöhe. Diese Eingliederung hat direkte praktische Relevanz für die Erzeuger. So muss zum Beispiel im Vergleich zu den übrigen deutschen Berufsgenossen das Traubengut der badischen Winzer ein höheres natürliches Mindestmostgewicht aufweisen. Respekt also, dass sich die badischen Winzer freiwillig zu diesem Schritt entschieden. Und noch ein B ist in Baden ganz groß: Der Burgunder. Hier ist seine ganze Rebsortenfamilie vertreten. Der kräftige Grauburgunder mit etwa 1.418 Hektar ebenso wie der elegante Weißburgunder oder der filigrane Auxerrois. Die Hauptrotweinsorte ist der Spätburgunder mit über 5.200 Hektar Rebfläche. Badisch Rotgold heißt die roséfarbene Spezialität aus Spät- und Grauburgundertrauben.

Die relativ hohe Anzahl der mehrheitlich in Zu- und Nebenerwerb tätigen 23.000 Betriebe Badens beruht auf der historisch bedingten Realerbteilung. Drei Viertel der Anbaufläche werden von Genossenschaftsmitgliedern bewirtschaftet, rund fünfzehn Prozent der Anbaufläche von Weingütern, der Rest von Erzeugergemeinschaften. Und allesamt sind sie eines: Von der Sonne verwöhnt!

 

Susanne Winterling

 

Deutsche Weinprinzessin