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Donnerstag, 21. September 2017

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Flaschengärung

 

Die Flaschengärung war etwa bis ins Jahr 1890 das einzige Verfahren der Schaumweinbereitung. Heute gibt es das in Frankreich als „Methode champenoise“ bezeichnete Herstellungsverfahren. Dies bedeutet: die Gärung, die Reifung, das Rütteln, die Enthefung (das sogenannte „Degorgieren“), die Dosierung (Zusatz des Expeditions- oder Tiragleikörs) erfolgen ausschließlich auf der Flasche. Dieser Ausdruck ist nur den Schaumweinen aus der Champagne vorbehalten. Bei uns ist dieses klassische Verfahren als „Traditionelle Flaschengärung“ bekannt.

Neben dieser traditionellen Versektung, ist das in Deutschland entwickelte Transvasierverfahren (Filtrationsenthefung) erlaubt. Hier wird zunächst der Grundwein in der Flasche vergoren. Anschließend werden die Flaschen unter Gegendruck in einen Tank entleert, und der Schaumwein wird mittels Filter entheft. Danach erfolgt die Flaschenfüllung.

In der Etikettierung kann auf die „Flaschengärung“ hingewiesen werden. Auf dem Etikett ist aber nur dann die Angabe eines Gärverfahrens erlaubt, wenn es sich um Qualitätsschaumweine (Sekt, Sekt b. A.) handelt.

Bei beiden Herstellungsarten, der „Traditionellen Flaschengärung“ und der „Flaschengärung“ beträgt die Lagerzeit auf der Hefe vom Beginn der Gärung an mindestens neun Monate. Beide Verfahrenstechniken ermöglichen bei gleichwertigen Weinen hinsichtlich Bukett, Geschmack, Perlfähigkeit und Haltbarkeit eine Qualität auf hohem Niveau.

 

Julia Becker

 

Pfälzische Weinkönigin