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Donnerstag, 21. September 2017

20°C

Ahr

 

Mit rund 550 Hektar Rebfläche gehört das Anbaugebiet Ahr nicht wortwörtlich zu den Großen, beweist jedoch, dass es darauf nicht ankommt. Unverzichtbar sind die einzigartigen Weine für das gesamte deutsche Weinland.

Entlang des Flusses Ahr, welcher dem Gebiet seinen Namen gibt, werden mehr als 85 Prozent Rotwein-Rebsorten angebaut. Wichtigste Rebsorte ist mit fast 60 Prozent der Gesamtfläche der Spätburgunder. In den steilen Hanglagen stehen die Reben auf Schieferböden, in den unteren Lagen in Flussnähe überwiegen die Lössböden.

Kaum zu glauben aber wahr: Im mitunter nördlichsten Weinanbaugebiet Deutschlands herrschen mediterrane klimatische Verhältnisse! Am Tage steht die Luft in den steilen Weinbergen, sodass sich die Felsen, Terrassen und Mauern aufheizen, um diese Wärme in der Nacht an die Rebstöcke wieder abzugeben; die steilen Hänge sorgen für optimale Sonneneinstrahlung. Verwöhnung pur! Doch hier muss der Ahr-Winzer auch B sagen: Oft sind es zerklüftete Felsspalten in extremen Steilhängen, welche es zu erklimmen gilt um dann nur wenige nebeneinander stehende Rebstöcke anzutreffen. Hier ist Maschinenarbeit unmöglich.

Wer von der Ahr spricht, spricht vom „Rotweinparadies“, vom Slogan „Wohlsein für 365 Tage“, vielleicht auch vom 35 Kilometer langen Rotweinwanderweg, welcher die Weindörfer miteinander verbindet… aber auch von dem beschwingenden und betörenden Gefühl das erweckt wird, steht der rote Ahrwein im Glas um die Zunge zu benetzen: Dann erscheint die felsige Landschaft vulkanischen Ursprungs weniger schroff, sondern samtig weich.

 

Susanne Winterling

 

Deutsche Weinprinzessin