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Donnerstag, 21. September 2017

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Regent

 

Die Rotweinsorte „Regent“ ist eine Neuzüchtung, die dem Institut für Rebenzüchtung auf dem Geilweilerhof mit der Kreuzung aus Diana (Silvaner x Müller-Thurgau) x Chambourcin im Jahr 1967 gelang. Bei der Züchtung der Rebsorte stand die Immunität beziehungsweise Resistenz gegenüber dem echten und falschen Mehltau im Vordergrund. Der Regent zeichnet sich somit besonders durch seine Unempfindlichkeit gegenüber Schaderregern wie Pilzen aus und macht ihn somit für ökologischen Weinbau, aber auch als Hausrebe sehr interessant. Den Resistenzanteil bringt die französische, etwa 100 Jahre alte Rebsorte Chambourcin mit ein. Hochwertiges Lesegut wird gerne auch im Barrique ausgebaut.

Eine frühe Reife, ein überdurchschnittliches Mostgewicht und eine hohe Widerstandsfähigkeit bei Winterfrösten lassen den Anbau des „Regent“ auch an Rotweinrandlagen zu. Aktuell sind etwa zwei Prozent der deutschen Rebfläche mit der Regentrebe bestockt, wobei die Hauptanbaugebiete in Rheinhessen, Pfalz und Baden liegen. Im Jahr 1993 erhielt die Regentrebe den Sortenschutz. Die Zulassung für die Qualitätsweinproduktion wurde im Jahr 1995 erteilt.

Der Regent erinnert in seinem Aroma an überreife Sauerkirschen und Rotweinpflaumen. Er passt hervorragend in die kalte Jahreszeit. Sein Rebsortenpotential ermöglicht gut gedeckte, farbintensive Rotweine mit südländischem Flair. Der Regent ist somit ein perfekter Begleiter für alle Wild- und Käsespeisen. Besonders zur Weihnachtsgans gibt er eine gute Figur ab und bringt Freude ins Glas.

 

Julia Becker

 

Pfälzische Weinkönigin