Schließen x

Anmelden

»Registrieren     »Passwort vergessen

Zum Einzelverkauf der Ausgabe als PDF
Montag, 25. September 2017

21°C

Kabinett-Wein

 

Kabinett ist eine Prädikatsbezeichnung für feine, leichte Weine aus reifen Trauben mit geringem Alkoholgehalt. Ursprünglich wurde dieser Begriff für gehobene Weine aus dem sogenannten Kabinettskeller der hessischen Staatsdomäne verwendet. Die Besonderheit der Weine zeigte sich darin, dass sie in einem gesonderten Raum, dem "Cabinet", aufbewahrt wurden. Seit dem Jahr 1971 löste dann der Begriff "Kabinett" die Bezeichnung "Cabinet" für selbstständige Naturweine ab.

Ein Kabinettwein muss eine amtliche Prüfnummer tragen und bestimmte gesetzliche Anforderungen erfüllen. Kabinett-Weine benötigen bei der Lese bestimmte Mindestmostgewichte, die rebsortenbezogen durch die Länderverordnung festgelegt wurden. Allgemein gelten für Prädikatsweine höchste Anforderungen bei der Qualitätsweinprüfung hinsichtlich Sorte, Reife, Harmonie und Eleganz. Ein Kabinett-Wein muss mindestens 1,5 Punkte auf der 5 Punkte-Skala erreichen.

Vom Kabinett-Wein wird erwartet, dass man die höhere Qualität deutlich schmeckt. Er schmeckt elegant, ist leicht und hat noch nicht die vollmundige Süße einer Spätlese. Man findet oft die trockenen Weine in dieser Klasse vertreten. Da der Kabinett-Wein nicht angereichert werden darf, weniger Alkohol und Wucht aufweist, ist er ein idealer Begleiter zu allen Speisen. Es macht Freude ihn zu genießen.

 

Julia Becker

 

Pfälzische Weinkönigin