Schließen x

Anmelden

»Registrieren     »Passwort vergessen

Zum Einzelverkauf der Ausgabe als PDF
Samstag, 21. Oktober 2017

20°C

Bag-in-Box (dt. Beutel in der Schachtel)

 

Viele Weingenießer denken jetzt wahrscheinlich an Tetrapak und runzeln die Stirn mit dem Gedanken: Daraus will ich doch keinen Wein trinken! Aber stopp: Bei den BiB (Bag-in-Box) steckt mehr dahinter. Was im Ausland wie etwa Australien oder Skandinavien schon ganz normal ist, findet in Deutschland langsam Anerkennung.

Die so genannte „Schlauchbeutel-Verpackung“ hat ihren Ursprung bereits zu biblischen Zeiten. Der Wein ist heute aber nicht mehr in Ziegenfell, sondern in einen Beutel aus Plastik oder Aluminium gefüllt, der mit einem Zapfhahn versehen wird. Zum Stabilisieren und Transportieren wird er durch einen Pappkarton mit Tragegriff ergänzt. Um eine Oxidation des Weines mit Sauerstoff zu vermeiden, zieht sich der Beutel zusammen, bildet ein Vakuum und jeglicher Kontakt mit Luft und Keimen wird vermieden. Dadurch bleibt der Geschmack nach Anbruch auch in sechs Wochen noch frisch.

Einige Weingüter und Genossenschaften haben den BiB schon im 3-Liter-Paket im Angebot. Er entspricht etwa vier 0,75-Liter-Flaschen Wein, die beim Tragen aber fast 2 Kilogramm leichter sind. Der BiB ist handlich und passt in jeden Kühlschrank. Sollte er Ihnen versehentlich herunterfallen, gibt es keinen Glasbruch. Wenn der BiB ausgetrunken ist, ersparen sie sich den Weg zum Glascontainer. Sie benötigen keinen Korkenzieher und haben die Garantie, dass der Wein nie nach Kork schmeckt. Falls Sie den Wein nicht einige Tage lang alleine trinken wollen, dann schmeckt er in Gesellschaft noch besser. Überraschen Sie doch bei der nächsten Wanderung oder zum Grillfest Ihre Gäste und Freunde damit, denn die Qualität der deutschen Weine in der Bag-in-Box sind frisch, süffig und gut: die praktische, preiswerte und unkomplizierte Partyergänzung.

 

Katja Schweder

 

Deutsche Weinkönigin