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Mittwoch, 18. Oktober 2017

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Herkunft

 

Die Herkunft bezeichnet den geografischen Ursprung eines Weines beziehungsweise der Trauben, aus denen er gekeltert wurde. Mit dem Deutschen Weingesetz von 1971 wurden die bestimmten Anbaugebiete von Qualitätsweinen eingerichtet. Die Herkunft ist ein wesentliches Element im Bezeichnungsrecht des europäischen und teilweise auch des außer europäischen Weinbaus. Man unterscheidet zwischen Herkunftsbezeichnungen für Qualitätsweine, Landweine und Tafelweine.

Ursprünglich bestanden Herkunftsbezeichnungen nur aus der geografischen Angabe des Gebietes, aus denen die Trauben stammen mussten. Heute beinhalten sie nicht nur die genaue Definition des Weinstils, der für das jeweilige Anbaugebiet typisch ist, sondern auch mehr oder weniger detaillierte Produktionsvorschriften, die die Arbeit im Weinberg oder Keller betreffen. Zahlreiche europäische Herkunftsbezeichnungen enthalten auch analytische Mindestanforderungen an die Weine, zum Beispiel hinsichtlich des Alkoholgehalts oder des Restzuckers.

Als kleinste Herkunftseinheit könnte man das Terroir bezeichnen. Gerade der Riesling ist sehr empfänglich dafür und spiegelt die Bodenbeschaffenheit in besonderem Maße wider. Herkunft ist das Markenzeichen schlechthin! Nur wenige wissen, dass Prosecco keine Weinart ist, sondern der Name einer uralten Rebsorte, die einer Herkunftsbezeichnung für norditalienischen Perl- und Schaumwein ihren Namen gab. Herkunft ist und bleibt der Ausdruck tiefer Verwurzelung mit dem Ursprung. Welcher Pfälzer spricht nicht mit vollem Stolz aus, woher er kommt? Und spätestens, wenn es dann wieder heißt: „Zum Wohl. Die Pfalz.“, schmeckt der Wein doch erst so richtig gut!

 

Susanne Winterling

 

Pfälzische Weinkönigin