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Samstag, 21. Oktober 2017

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Etikett

 

Für den Weingenießer ist das Etikett eine Selbstverständlichkeit auf jeder Weinflasche. Doch dieses Papierstück muss viele Kriterien erfüllen und ist die „Visitenkarte“ jeden Weines.

Zum 1. August 2003 wurde das Bezeichnungsrecht deutlich liberalisiert. Zu den obligatorischen Angaben beim Qualitätswein gehört das Anbaugebiet, die Qualitätsstufe, der Erzeuger oder Abfüller, der tatsächlich vorhandene Alkoholgehalt in % Vol., das Nennvolumen in Liter und die Amtliche Prüfungsnummer. Die Weinart ist nur bei Weinen anzugeben, die weder Weißwein noch Rotwein sind.

Üblicherweise wird jeder Wein mit Schwefel haltbar gemacht. Seit 2005 muss deswegen die Bezeichnung „Enthält Sulfite“ als Warnhinweis für Allergiker auf dem Etikett erscheinen. Viele Erzeuger folgen der Devise: Mehr Klarheit durch übersichtliche Optik! Eine Möglichkeit hierbei ist es, mit zwei Etiketten zu arbeiten. Das Blickfangetikett soll den Wiedererkennungswert steigern und über die wesentlichsten Produktmerkmale informieren. Es gibt Erzeuger, die haben es geschafft, dass man mit einem flüchtigen Blick auf die Flasche sofort erkennt, woher sie kommt. Auf einem gegenüberliegenden Etikett sind dann alle Pflichtangaben zusammengefasst und eventuell durch weitere zulässige Angaben ergänzt. Sogar die Schriftgrößen der Bezeichnungen müssen Anforderungen erfüllen. Die Schriftgröße des Nennvolumens etwa muss bis 200 Milliliter Inhalt drei Millimeter betragen, bei 200-1000 Milliliter muss sie vier Millimeter groß sein. Ob der Gesetzgeber annimmt, dass sich die Leistungsfähigkeit der Augen des Verbrauchers mit zunehmender Flaschengröße verschlechtert?

 

Susanne Winterling

 

Pfälzische Weinkönigin