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Montag, 25. September 2017

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Federweißer (Neuer Wein)

 

Neuer Wein oder Federweißer gehört einfach zum Herbst. Seinen Name verdankt er seinem Aussehen. Bei der Gärung des Traubenmostes werden die im Traubensaft befindlichen, milchigen Hefeteilchen aufgewirbelt, was den Eindruck erweckt, als befänden sich viele kleine, weiße Federn im Glas. Die Gärung beginnt abhängig von der Lagertemperatur relativ schnell und der Neue Wein gärt so lange weiter, bis der darin enthaltene Zucker in Alkohol umgewandelt ist. Hierbei wird der Fruchtzucker (Glukose und Fruktose der Trauben) in Alkohol und Kohlensäure gespalten. In der Pfalz bekommt man Federweißen ab einem Alkoholgehalt von vier bis etwa zehn Prozent.

Als beliebtes, erfrischendes und belebendes Getränk kennen wir den Federweißen. Doch aufgepasst: Er darf nicht luftdicht verschlossen werden, sonst birst das Gefäß wegen der andauernden Gärung. Federweißer ist nicht lange haltbar und sollte nach ein paar Tagen getrunken sein. Tipp: nicht mehr als zwei bis drei Viertel am Tag trinken, sonst werden Sie von seiner anregenden Wirkung negativ überrascht!

Direkt verzehrt schmeckt der Neue Wein am besten. Er ist ein natürlicher Energie-Drink, der Vitamin B1 enthält (für den Kohlenhydrat-Stoffwechsel), sowie Vitamin B2 (für Augen und Haut wichtig) und natürlich die lebenden, biochemisch aktiven Hefezellen. Diese sind blutreinigend und verdauungsfördernd, lassen den Federweißen besser wirken als Traubensaft. Er passt hervorragend zu Zwiebelkuchen, Pfälzer Saumagen oder Maronen (Esskastanien). Ein Genuss, der nur bis November zu bekommen ist.

 

Katja Schweder, Pfälzische Weinkönigin 2005/2006