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Donnerstag, 21. September 2017

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Lagennamen

 

Lagennamen haben in unseren Weinbergen eine Bedeutung. Oft sind ihre Bezeichnungen und Namen Jahrhunderte alt. Doch wo liegt der Ursprung dieser Berühmtheiten? Manchmal ist es ganz einfach herauszufinden und man kann es auf die Bodenbeschaffenheit zurückführen wie zum Beispiel Kieselberg, Kalkberg, Steinacker, Letten, Roter Berg, Schäwer (von Schiefer abgeleitet).

Aber dann wundert man sich auch wieder über Namen wie Ungeheuer, Dickkopp, Gerümpel, Elster, Bubeneck oder Zechpeter. Diese Bezeichnungen gehen auf die früheren Eigentümer der Weinberge zurück und sind oft Personennamen. Weniger schwierig sind die ganz eindeutigen Tier-, Klima- oder Pflanzenangaben wie Fuchsloch, Biengarten, Rosengarten, Mandelgarten oder Sonnenberg. Geschichtlich wird es vor allem bei den Begriffen Michelsberg, Heiligenberg, Weilberg oder Kreuzberg: Hier wird auch auf die Denkmäler der Landschaft hingewiesen. Ebenso ist es mit den Lagen, die nach bestimmten Gebäuden heißen wie Schlossberg, Klostergarten oder Kapelle. Interessant sind Lagen, wenn sie – von oben betrachtet – gewisse Bilder darstellen wie beispielsweise der Kallstadter Saumagen oder das Sauschwänzel in Billigheim-Ingenheim.

Man bedenke: Es gibt 25 Großlagen und 300 Einzellagen in der Pfalz, die zusammen etwa 23.700 Hektar Rebfläche ergeben. Somit könnten noch viele interessante Namen aufgezählt werden bei denen man so manches mal schmunzeln muss.

 

Katja Schweder, Pfälzische Weinkönigin 2005/2006