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Montag, 25. September 2017

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Barrique

 

Das Barrique ist ein Fass aus Eichenholz. Sein Ursprung liegt im Mittelalter und geht auf das Bordelaiser Schiffsmaß zurück. Heute ist es weltweit die Bezeichnung für 225-Liter-Fässer.

Die Form und die Größe des Barriques ergaben sich dadurch, dass eine einzelne Person noch in der Lage sein sollte, es im gefüllten Zustand zu rollen oder es zu tragen, wenn es leer ist.

 

Bis ein Barrique fertig ist, hat der Küfer (Fassbauer) einiges zu beachten. Es sind nur gerade gewachsene, etwa 150 bis 200 Jahre alte Eichen für die Produktion geeignet. Das Holz wird nicht zersägt, sondern gespalten und dann zwei bis drei Jahre im Freien gelagert. Würde das Holz gesägt werden, könnte die Weinqualität später durch die entstehenden Staubpartikel negativ beeinflusst werden.

 

Nach der Lagerung kommt das so genannte „Toasting“. Durch Erhitzung werden die Dauben – so werden die zugeschnittenen und gebogenen Bretter für die Wandung des Fasses genannt – mit Hammer, Keil und Metallreifen in ihre Fassform gebracht.

 

Nun kann der Wein, welcher von hervorragender Qualität sein soll, zwischen sechs und 24 Monaten darin lagern. Das „atmende Holz“ sorgt dafür, dass der Wein ständig in Kontakt mit Sauerstoff ist, was zu einer besseren Haltbarkeit der Weine führt.

 

Der Ausbau erfordert viel Wissen und Erfahrung. Barriques verlieren spätestens nach der dritten Einlagerung an Aromakraft. Zum typischen Charakter von Barrique-Weinen gehören Holz- und Röstaromen sowie die Gerbstoffe (Tannine).

 

Das Holzaroma verwandelt sich in feine Vanille-, Nelken- oder Zimtaromen und sorgt für ein zusätzliches Geschmacks- und Geruchserlebnis.

 

Katja Schweder, Pfälzische Weinkönigin 2005/2006