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Montag, 25. September 2017

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Flasche

 

Auf althochdeutsch heißt Flasche „flaska“, was so viel bedeutet wie „umflochtenes Gefäß“. Die Glasflasche wurde bereits um 200 vor Christus erfunden, jedoch erst seit der Erfindung des Verschlusses aus Korkenrinde systematisch und mehrfach für Wein verwendet.

Hinsichtlich der Flaschenformen gab es noch bis vor wenigen Jahrzehnten kaum Varianten. Meistens konnte man anhand der Flasche das jeweilige Anbaugebiet des sich darin befindenden Weines identifizieren. Weine vom Rhein oder der Mosel wurden in die schlanke und elegante Schlegelflasche gefüllt. Natürlich war das vor allem bei Riesling der Fall. Viele traditionelle Weingüter oder auch innovative Betriebe benutzen für ihre Rotweine wie auch die Burgundersorten ausschließlich die Schlegelflasche. „Back to the roots“ könnte man sagen. Denn als Variante zu dieser Flaschenform gibt es mittlerweile nicht nur die Burgunderflasche oder Bordeauxflasche.

Seit mehr als einem Jahrzehnt sind die Flaschenformen deutlich variationsreicher geworden. Viele Weine werden in sogenannte Designerflaschen abgefüllt. Wirklich Verbraucherfreundlich ist diese Alternative jedoch nicht. Die Wiedererkennbarkeit der Produkte bleibt damit auf der Strecke. Wo man früher auf den ersten Blick sagen konnte: „Das ist ein Pfälzer Riesling!“, muss man mittlerweile schon sehr genau hinsehen, um den Weintyp, ja sogar die Weinfarbe heraus zu finden.

Bei weitem nicht so vielfältig wie die Flaschenformen, sondern vielmehr streng genormt, sind die kommerziell genutzten und zugelassenen Flaschengrößen. Die europäische Normalflasche hat ein Nennvolumen von 0,75 Liter, die halbe Flasche von 0,375 Liter. Wirklich Freude kommt jedoch erst bei der Magnumflasche mit einem Nennvolumen von 1,5 Liter auf! Denn wer bei der Normalflasche das Gefühl bekommt sie hätte ein Loch, sollte besser nach einer Magnum greifen.

 

Susanne Winterling

 

Pfälzische Weinkönigin