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Dienstag, 19. September 2017

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Chardonnay

 

Wie viele andere alte Rebsorten hat der Chardonnay vermutlich seinen Ursprung in Vorderasien. Mit der Ausbreitung der Weinkultur kam die Rebsorte nach Frankreich, wo sie überwiegend in Burgund angebaut wurde. Dort gibt es eine kleine Gemeinde mit dem Namen Chardonnay, von dem die Sortenbezeichnung abstammen soll. 1991 bekam die Rebsorte in Deutschland ihre Anbauzulassung.

 

Chardonnay ist eine weiße Rebsorte, die das Ergebnis einer natürlichen Kreuzung einer Pinotrebsorte mit Gouais Blanc (Heunisch) ist. Sie zählt zu den populärsten Rebsorten der Welt. Sie ist praktisch in allen Weinbauländern vertreten und besitzt weltweit eine Anbaufläche, die fast der des Rieslings entspricht. Auch in Deutschland wachsen die Anbauflächen stetig an, und die hochwertige Weißweinsorte erfreut sich unter den Weingenießern zunehmender Beliebtheit. An der Südlichen Weinstraße und am Kaiserstuhl wird der Chardonnay angebaut.

 

Der Chardonnay stellt an den Standort ähnlich hohe Ansprüche wie der Weißburgunder oder Riesling. Er bevorzugt tiefgründige, kalkhaltige und warme Böden, die nicht zu Staunässe neigen. Im Herbst reift er recht spät und kann in der Regel kurz vor dem Riesling geerntet werden. Seine Oechslegrade liegen erfahrungsgemäß über dem des Weißburgunders. Die meisten Chardonnayweine werden im „trockenen" Geschmacksbereich angeboten. Neben dem Ausbau im Edelstahltank ist der vor allem bei Weingenießern beliebte Barriqueausbau sehr verbreitet. Doch dafür eignen sich nur hochwertige, komplexe Grundweine mit einer cremigen Säure. Frische und fruchtige Weine werden auch versektet. Das Aroma erinnert an Melone, Grapefruit oder an überreife Stachelbeeren. Beim Ausbau im Barrique ergänzt die Holznote die primären Fruchtaromen.

 

Julia Becker, Pfälzische Weinkönigin