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Samstag, 21. Oktober 2017

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Stauferweine

 

Wir befinden uns im Jahr 2010. Einem Jahr, in dem Geschichte groß geschrieben wird. Denn das Jahr 2010 ist das „Stauferjahr". Doch was hat es damit auf sich? Und was sind Stauferweine?

 

Die mächtige Stauferfamilie des 12. und 13. Jahrhunderts kam aus Schwaben, und doch findet man hier in Rheinland-Pfalz viele steinerne Zeitzeugen ihrer Macht, welche die Bedeutung dieses Herrschergeschlechts wiederspiegeln, wie etwa die Burg Trifels.

 

In diesem Jahr begeben sich Rheinland-Pfalz, Baden-Württemberg und Hessen auf die Spuren der Staufer. Und um der Bedeutung des Weinbaus zur Stauferzeit Rechnung zu tragen, haben diese Länder „Stauferweine kreiert. So steuert jedes Land Weine aus gesicherten „Staufer-Lagen" bei, auf denen damals Weinbau betrieben wurde, und bietet sie zu besonderen Anlässen zur Verkostung und zum Verkauf an.

 

Schon das Mittelalter war das Zeitalter der Trinkfreude. In dieser Zeit stieg der Weinkonsum stetig an und Wein war sowohl Grundnahrungsmittel als auch Medizin, um ungenießbares Trinkwasser bekömmlich zu machen. Besondere Aufmerksamkeit bekam der Wein, als Konrad III. zum ersten Stauferkönig gewählt werden sollte. Ganze Wagenladungen Wein wurden nach Koblenz gekarrt, um widerspenstige Fürsten zu besänftigen, eine erfolgreiche Königswahl zu vollziehen und eine Reichskrise zu verhindern. Da die Nachfrage an Wein immer größer wurde und die Stellung der Winzer in der Gesellschaft immer bedeutsamer, erschlossen die Staufer viele neue Rebflächen. Das Sonderetikett der bei einer großen Verkostung ausgewählten offiziellen Stauferweine in Rheinland-Pfalz, ein Riesling DC Pfalz aus Frankweiler und ein Spätburgunder DC Pfalz aus Leinsweiler, zeigt den Stauferkaiser Heinrich VI.

 

Gabi Klein

Pfälzische Weinkönigin