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Montag, 25. September 2017

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Rebsorten

 

Das Thema Rebsorten erscheint auf den ersten Blick sehr griffig und eindeutig. Ist es aber nicht. Die Vielfalt und Einzigartigkeit der Natur kennt keine Grenzen. So gibt es etwa 65 verschiedene Arten aus der Familie der Rebengewächse, deren Unterarten wiederum als Rebsorten bezeichnet werden. Insgesamt unterscheidet man zwischen 17000 und 20000 verschiedenen Rebsorten, aber nur 1000 bis 2000 werden tatsächlich im Weinbau genutzt. Die wirklich relevanten Arten lassen sich auf wenig mehr als 100 Namen reduzieren. Die Gruppe der so genannten internationalen Rebsorten umfasst gut ein Dutzend Namen.

Wie kann man jedoch bei einer solchen Vielfalt noch den Überblick behalten? Wie erkenne ich den Unterschied zwischen der Pflanze Chardonnay und Weißburgunder? Mit dieser Problematik beschäftigt sich die Ampelographie, die Wissenschaft der Rebsorten. Ihre Methode besteht in der Beschreibung und im Vergleich der Farben und Formen von Blättern, Trauben und Beeren, sowie der vegetativen Entwicklung der Pflanzen. Die Einteilung in Gruppen und Familien ist dennoch angesichts tausender Sorten extrem schwierig.

Das Verfahren der genetischen Analyse erlaubt es seit einigen Jahren, sehr viel präzisere Aussagen zu treffen. So hat man zum Beispiel herausgefunden, dass die Gruppe der Burgundersorten auf eine Kreuzung von Gewürztraminer und Schwarzriesling zurück zu führen ist. Die meisten Rebsorten eignen sich aufgrund ihres unterschiedlichen Reifeverhaltens nur für ganz bestimmte Klimazonen und Bodentypen. Das Anbaugebiet Pfalz kann sich in dieser Hinsicht glücklich schätzen. Kaum eine Rebsorte lässt sich nicht gerne von der Pfälzer Sonne verwöhnen. Ein optimaler Standortfaktor! Der Ausbau von spritzigen und leichten Weißweinen schließt den von stoffigen und körperreichen Rotweinen nicht aus. Einfach stark, unsere Pfalz!

 

Susanne Winterling

 

Pfälzische Weinkönigin