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Samstag, 21. Oktober 2017

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Prosecco

 

Prosecco ist eine weiße Rebsorte, die nur in Italien, insbesondere in der Region Venetien wächst. Aus ihr keltert man vorwiegend einen Perlwein (italienisch „Frizzante“) sowie einen Schaumwein (italienisch „Spumante“). Die großen, lockerbeerigen Trauben mit mittleren bis großen Beeren bringen einen duftenden, aromatischen, süßen Saft mit guter Säurestruktur hervor, der sich nach der Gärung hervorragend zum Versekten eignet. Und genau das geschieht mit dem überwiegenden Teil der Prosecco-Trauben. Sie werden auf unterschiedliche Arten zu schäumenden Leckerli.

Die Flaschengärung, wie man sie beim Champagner, Winzersekt oder beim Crémant kennt, spielt bei der Prosecco-Verarbeitung kaum eine Rolle. Vielmehr wird das Großraumgärverfahren, die „Méthode Charmat“ bevorzugt. Durch die Verwendung von Drucktanks kann die Gärkohlensäure nicht entweichen und wird beim Wein konserviert. Ob nun wie schon oben erwähnt ein „Frizzante“ oder ein „Spumante“ entsteht, hängt ausschließlich vom Kohlensäuredruck auf der Flasche ab. Diesen Kohlensäuredruck kann der Kellermeister relativ genau berechnen. Perlweine („Frizzante“) müssen mindestens 1,0 bis maximal 2,5 bar Druck aufweisen und haben in den meisten Fällen als Verschluss eine Kordel über den Korken gespannt. Über 2,5 bar Druck handelt es sich um einen Schaumwein („Spumante“), der als Verschluss das Drahtgitter, die sogenannte „Agraffe“, zum Halten des Korkens benötigt.

Gegen Ende des letzten Jahrhunderts wurde der fast ausgestorbene Prosecco neu entdeckt. Mit seinem charakteristischen Aromen-Bouquet, das an Birnen, Äpfel, Pfirsiche, Blüten und manchmal auch etwas an Heu erinnert, erfreut sich Prosecco auch in Deutschland einer zunehmenden Beliebtheit unter den Weingenießern.

 

Julia Becker

 

Pfälzische Weinkönigin