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Mittwoch, 20. September 2017

16°C

Bewässerung

 

Die Bewässerung ist eine Maßnahme zur Zusatzversorgung der Reben mit Wasser. Ihr Ziel ist die Erhöhung der Traubenqualität durch die Aufrechterhaltung der Photosyntheseleistung bei beginnendem Trockenstress. Sie dient nicht der Ertragssteigerung und darf dem entsprechend nur bis zum Eintritt der Traubenreife eingesetzt werden. Dann aber auch nur, wenn die Umweltbedingungen dies rechtfertigen.

Parameter ist der Entwicklungsverlauf der Rebe. In Deutschland wird der Einsatz durch Landesverordnungen geregelt. Die zweckmäßigste Form der Bewässerung ist die Tröpfchenbewässerung. Aus ober- oder unterirdisch verlegten Zuleitungen lässt man hierbei tröpfchenweise Wasser ins Erdreich sickern. Sie hat den Vorteil des sparsamen Wasserverbrauchs durch geringen Verdunstungsverlust. Gewöhnt sich die Rebe jedoch an diese Wasserzufuhr, richtet sie auch ihre Wurzeln danach aus. Das bedeutet, dass sie weniger tief wurzelt, nur noch Mineralstoffe im oberen Bereich des Bodens aufnimmt und ihr das Wasser eines niedrigen Wasserspiegels vorenthalten bleibt.

Eine andere Form der Bewässerung ist die Sprinklerberegnung. Sie wird vor allem in Großanlagen der „Neuen Welt“ eingesetzt und ist in unseren Regionen weniger verbreitet. Ziel dieser Überkronenberegnung ist die Senkung der Blatttemperatur und die Erhöhung der Luftfeuchtigkeit.

Reben sind sehr tiefwurzelnde Pflanzen. Vor allem alte Weinberge können auch längere Trockenphasen unbeschadet überstehen. Ob mit oder ohne Bewässerung: Wein ist ein Produkt seiner Umwelt. Die Natur ist spannend, jedes Jahr aufs Neue! Dieser Kitzel ist es doch, der das Produkt Wein ausmacht. Daher wird jeder Winzer sehr verantwortungsvoll entscheiden, wie er in das Spiel unserer Natur eingreift!

 

Susanne Winterling

 

Pfälzische Weinkönigin