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Donnerstag, 21. September 2017

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Secco

 

Secco wird nach dem deutschen Weingesetz als Perlwein definiert. In Anlehnung an den italienischen Verwandten Prosecco frizzante hat man ihn Secco genannt.

 

Secco kann aus Tafelwein oder Qualitätswein sein, vorzugsweise aus den Rebsorten Riesling oder Weißburgunder. Secco ist ein „halbschäumender Wein", der einen Kohlensäuredruck von mindestens 1 bar und höchstens 2,5 bar aufweisen darf. Daher wird er meist in einer leichteren und schlankeren Flasche als der Sekt mit seinen bis zu 6 bar abgefüllt.

 

Während bei der Vergärung des Traubenmostes zu Wein die Kohlensäure weitgehend entweicht, wird bei der Secco-Produktion diese für die Bereitung aufgefangen und dem Wein nach der Gärung wieder zugeführt. Eine etwas einfachere Möglichkeit ist es, wenn dem Secco die Kohlensäure technisch zugesetzt wird. Auf dem Rückenetikett muss dann „Perlwein mit zugesetzter Kohlensäure" ergänzt werden.

 

Der Secco hat im Vergleich zum Sekt keine Agraffe, sondern ist meistens mit einem Drehverschluss und darüber gestülpter Folie verschlossen oder aber verkorkt und mit einer Kordel befestigt. Ebenfalls entfällt beim Secco die Sektsteuer (Aktueller Satz: 1,03 EUR pro Liter). Daher kann er auch um einiges günstiger angeboten werden als Sekt.

 

Mit relativ geringem Alkoholgehalt (etwa 10 Volumenprozent) und seinem feinperligen, zart fruchtigen, prickelnden und etwas cremigen Genuss ist der Secco ein idealer, leichter Frühlings- und Sommer-Apéritif.

 

Katja Schweder, Pfälzische Weinkönigin 2005/2006