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Samstag, 21. Oktober 2017

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Cuvée

 

Cuvée ist im deutschsprachigen Raum ein Synonym für den Verschnitt von Weinen.

Eine Cuvée kann aus verschiedenen Rebsorten, Jahrgängen oder Weinbergslagen bestehen. Sinn einer Cuvée ist es, ein qualitativ hochwertiges Endprodukt zu bekommen.

 

Diese Art der Weinbereitung ist nicht neu. Sogar der Anbau von mehreren Rebsorten im Weinberg besitzt eine lange Tradition. Die Trauben wurden als „Gemischter Satz“ gemeinsam gelesen und gekeltert.

 

Heute wird diese Methode nur noch wenig angewandt. Derzeit zieht ein Kellermeister etwa häufiger einen farbintensiven und körperreichen Wein als Verschnittpartner heran, um ihn dann mit einem fruchtigen und leichteren Wein zu kombinieren.

 

Eine optimal zusammengeführte Cuvée schmeckt manchmal besser als der rebsortenreine Wein für sich selbst. Damit eine Cuvée sich zu einem harmonischen Ganzen findet, muss jede Eigenschaft (Fruchtausprägung, Tanningehalt, Alkoholgehalt, Restsüße) genau sensorisch beurteilt werden und in kleinen Proben einer Vorverkostung unterzogen werden.

 

Ein Verschnitt ist keinesfalls das willkürliche Mischen von Weinen, sondern vielmehr eine Kunst, die viel Können, Feingefühl und Erfahrung voraussetzt. Denn erst durch die fein abgestimmte Zusammenstellung sich ergänzender Sorten – meist ein gut gehütetes Geheimnis des Kellermeisters – wird der Wein besonders rund und harmonisch.

 

Nach dem Deutschen Weingesetz dürfen nur rote Sorten zu Rotwein- Cuvées und weiße Sorten zu Weißwein-Cuvées kombiniert werden.

 

Katja Schweder, Pfälzische Weinkönigin 2005/2006