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Montag, 25. September 2017

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Halbtrocken

 

Der Begriff halbtrocken beschreibt eine der vier Grundgeschmacksrichtungen bei deutschem Wein. Diese sind: trocken, halbtrocken, lieblich und süß. Die Grenzwerte für diese Angaben orientieren sich am Säuregehalt des Weines. Dadurch klingt es immer etwas kompliziert, wenn man erklären will, wann ein Wein halbtrocken oder wann er lieblich ist. Für halbtrockene Weine kann man die obere Grenze nicht einfach mit 18 g/l Restzucker definieren, da sie überdies vom Säuregehalt abhängig ist. Die Formel lautet „Säure + 10, höchstens 18“. Das bedeutet: Wenn der Wein 6 g/l Säure aufweist, darf er 16 g/l Restzucker (6 + 10) haben, um halbtrocken zu sein, hat er aber 9 g/l Säure, so darf er trotzdem höchstens 18 g/l Restzucker haben (nicht 9 + 10 = 19). Die untere Grenze von halbtrocken definiert sich über die Grenzwerte zur Geschmacks-angabe trocken. Trocken bedeutet: „Säure + 2, höchstens 9“. Weist ein Wein also mehr Restzucker auf, als für trocken erlaubt ist, dann ist er halbtrocken.

 

Leider haftet dem halbtrockenen Wein ein eher verstaubtes Image an. Doch durch neue Begriffe wie „feinherb“ sind auch Weine mit ein bisschen mehr Restzucker wieder im Trend. Feinherb liegt im Bereich des Halbtrockenen, ist aber nicht so exakt definiert. Doch ob halbtrocken oder feinherb, ein bisschen Restsüße schadet einem Wein nicht und macht ihn auch nicht „pappsüß“, wie gerne behauptet wird. Es macht ihn einfach nur leichter zu genießen und meist auch harmonischer.

 

Patricia Frank

 

Pfälzische Weinkönigin