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Samstag, 21. Oktober 2017

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Silvaner

 

Bei dieser Rebsorte sind sich die Weinhistoriker nicht einig. Hat diese Rebe ihren Ursprung in Österreich oder doch in Rumänien? Die Namensverwandtschaft Transsylvanien könnte darauf hindeuten. Jedoch sind die Winter dort sehr kalt und die Rebe hätte es wahrscheinlich nicht überstanden. Die erste Erwähnung des Silvaners erfolgte 1665 durch den Zisterzienserabt Degen aus dem fränkischen Steigerwald, der den Silvaner in Deutschland einführte.

Interessant ist, dass der Name bis vor einigen Jahren nach der Konfession unterschiedlich lautete. Die katholischen Winzer sagten zum Silvaner „Franke“ und die evangelischen Winzer bezeichneten ihn als „Österreicher“. Im Schweizer Wallis wiederum heißt der Silvaner „Johannisberger“.

Bedeutung erlangte der Silvaner zu Beginn des 19. Jahrhunderts und verdrängte gerade in der Pfalz den Gutedel und Elbling. Mitte des Jahrhunderts war jede zweite Rebe ein Silvanerrebstock. Jedoch ist der Silvaner heute nur noch mit acht Prozent der Rebfläche in Deutschland bestockt. Am häufigsten kommt er in Franken, Rheinhessen und der Pfalz vor.

Im Anbau stellt der Silvaner höhere Ansprüche als der Riesling. Winterfrost sowie steinige und trockene Böden mag er nicht. Gerade jetzt im Sommer erfordert er viel Laubarbeit und kostet den Winzer unglaublich viel Pflege. Aber der Genuss im Glas kann verführen. Der Silvaner hat eine milde Säure und ist daher gut magenverträglich. Die Farbe ist recht hell und sein Duft eher dezent und erdig. Wenn er aber auf schweren Böden wächst, kann er auch saftig oder wuchtig wirken.

Wenn Sie die leichte Sommerküche mit Gemüse und Fisch kreieren, dann darf der Silvaner nicht fehlen. Probieren Sie es einmal aus. Zum Wohl!

 

Katja Schweder

 

Deutsche Weinkönigin