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Samstag, 21. Oktober 2017

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Cabernet Mitos

 

Diese rote Rebsorte wurde erst im Jahr 1970 von der Staatlichen Lehr- und Versuchsanstalt für Wein- und Obstbau in Weinsberg vorgestellt. Dr. Schleip züchtete sie neu aus Lemberger und Cabernet Sauvignon. Der Sortenschutz wurde im Januar 2001 durch das Bundessortenamt genehmigt und seitdem steigt die Anbaufläche dieser Rebsorte stetig. Sie ist in fast allen deutschen Anbaugebieten und zu Teilen in der Schweiz verbreitet.

Der Anbau erfordert beste Lagen, damit diese spät reifende Rebe ihre schönen Aromen entwickeln kann, die sehr an den Cabernet Sauvignon erinnern. Der Cabernet Mitos zählt zu den Färbertrauben, da nicht nur die Traubenhaut, sondern auch das Fruchtfleisch schön rot ist. Diese Farbpigmente finden sich im gesamten Pflanzengewebe wieder, wodurch die Blätter dieser Rebe sehr früh leuchtend rot werden. Durch diese Farbpigmente im Fruchtfleisch werden tolle tiefrote Weine gekeltert und er kann deshalb auch als Deckrotweinsorte verwendet werden.

Neben den „Färbereigenschaften“ weist der Cabernet Mitos eine gute Winterhärte auf, die bei der späten Reife vor Ertragsausfällen schützt. Diese Rebe besitzt zwittrige Blüten und kann sich somit selbst befruchten. Der Anbau von männlichen Pflanzen, die keinen Ertrag bringen, also einen ökonomischen Nachteil für den Winzer bedeuten würden, wird vermieden.

Die Weine des Cabernet Mitos zeichnen sich durch eine sehr starke bläulich-rote Färbung aus und weisen hohe Gerbstoffgehalte auf, was für eine lange Lagerung von Vorteil ist. Die Aromen erinnern vor allem an Schwarze Johannisbeere und Waldbeeren. Die Weine sind für die Reifung im Barrique geeignet, wodurch das Bukett mit Vanillearoma und dem Duft nach getoastetem Eichenfass bereichert werden kann.

Der Cabernet Mitos ist ein idealer Essensbegleiter zu Wild, Lamm, Rindfleisch und kräftigen Weichkäsesorten.

 

Karen Storck

 

Pfälzische Weinkönigin